Wahlen Winterthur

Gugger ist Schlusslicht und trotzdem glücklich

Der Winterthurer Nik Gugger wird letzter der etablierten Kandidaten in der Ständeratswahl, freut sich aber darüber, dass er den Nationalratssitz der EVP verteidigen konnte.

Nik Gugger geht auch die nächsten vier Jahre im Bundeshaus ein und aus.

Nik Gugger geht auch die nächsten vier Jahre im Bundeshaus ein und aus. Bild: PD

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Die EVP verteidigt aller Voraussicht nach ihren Nationalratssitz im Kanton Zürich. Spitzenkandidat Nik Gugger sieht das Resultat seiner Partei als Teamerfolg: «Unsere Wahlkampftaktik hat sich bewährt.» Insbesondere habe es sich gelohnt, dass die EVP eine Jugendliste und eine Frauenliste aufgestellt habe. «Wir hatten auf jeder Liste eine Spitzengruppe von Kandidatinnen und Kandidaten, die Vollgas gegeben haben.»

Gugger freut sich besonders, dass seine Partei gemäss Hochrechnung Wähleranteile zulegen kann. «Wenn ich sehe, wie andere etablierte Parteien Stimmen verlieren, dann ist das Ergebnis der EVP sensationell.» Die evangelische Volkspartei hat im Kanton Zürich eine treue Stammwählerschaft von rund 10'000 Wählerinnen und Wähler. Gemäss jetzigem Stand dürfte sie da rund 1000 Anhänger hinzugewonnen haben.

Weniger Stimmen als Maja Ingold

Im Ständerat hat Gugger hingegen ein mässiges Resultat erzielt. Er liegt noch hinter der CVP-Kandidatin Nicole Barandun auf dem letzen Platz der Kandidaten der etablierten Parteien. «Auch das ist ein gutes Resultat, wenn man es mit den Ergebnissen der EVP-Ständeratskandidaten in anderen Jahren vergleicht», sagt Gugger. Im Vergleich schneidet er aber nicht so gut ab: Maja Ingold holte vor vier Jahren 21'600 Stimmen. Gugger erreichte jetzt 17'750 Stimmen. Gugger sagt weiter, sein Einsatz als Wahllokomotive im Ständeratswahlkampf habe sich gelohnt. Das zeige das EVP-Gesamtergebnis.

Für die neue Legislatur setzt sich Gugger, der im Nationalrat in der Aussenpolitischen Kommission sitzt, drei Ziele: Die Altersvorsorge sichern, das Rahmenabkommen mit der EU abschliessen und die Arbeitsbedingungen für die Generation «Ü50» verbessern. Passt er sein Politprogramm nun an, da grüne Themen wichtiger werden? «Das ist nicht nötig», sagt Gugger. Die EVP setze sich schon seit Jahrzehnten für den Schutz der Natur und den Erhalt der Biodiversität ein.

Erstellt: 20.10.2019, 16:57 Uhr

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