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Gute Noten für die neuen Duschen im Hallenbad

Umweltexperten von ZHAW und ETH haben Warmduscher im Hallenbad zu den energiesparenden Brausen befragt. Ergebnis: Die meisten finden sie angenehm und gut.

Das Hallenbad Geiselweid ist ökologischer geworden – auch die Duschen.
Das Hallenbad Geiselweid ist ökologischer geworden – auch die Duschen.
Marc Dahinden

Seit bald einem Jahr sind sie im Hallenbad Geiselweid in Betrieb, die Duschen der «neusten Brausetechnologie-Generation», wie die Stadt sie nennt. In der Tat ist Duschen viel mehr als nur Chlor, Schmutz oder Shampoo wegspülen. Duschen ist fast eine Wissenschaft, hat aber ebenso viel mit dem persönlichem Empfinden zu tun. Wie warm und wie stark mag jemand den Duschstrahl? Wie lange steht man in der wohligen Wärme? Wie viel Wasser- und Energieverbrauch toleriert man?

Vier von fünf sind zufrieden

Die Stadt wollte es genau wissen: Fachleute der ZHAW und der ETH befragten im Januar 400 Hallenbad-Duscher, die Ergebnisse wurden gestern veröffentlicht. Demnach finden 80 Prozent das Duschgefühl angenehm, 78 Prozent sind mit der Wassermenge zufrieden, und 93 Prozent finden wassersparende Duschbrausen generell eine gute Sache.

«Vandalensicher und sehr pflegeleicht»

Auf der technischen und finanziellen Seite sehen die Ergebnisse so aus: Mit den neuen Brausen hätten sich die Kosten für Wasser, Energie und Abwasser halbiert, teilte die Stadt mit. Die Installationen seien zudem «vandalensicher und sehr pflegeleicht» und die Investitionen schon in «anderthalb Jahren amortisiert».

Zweischneidige Erfahrungen

Beim Duschen kann auch in Privathaushalten Energie in grossem Stil verpufft oder aber gespart werden; das tägliche Duschen (und erst recht das Baden) gilt nach der Heizung als der grösste Energiefresser im Haushalt. Mit modernen Duschköpfen der Energieeffizienklasse A kann man laut dem Bundesamt für Energie bis 250 Franken pro Jahr sparen. Solche A-Brausen dürfen maximal 6 Liter Wasser pro Minute durchlassen und mischen dieses mit Luft, es gibt sie bereits für unter zehn Franken in Läden.

Das Problem dabei: Der Stolz, etwas für die Umwelt getan zu haben, ist oft begleitet von einem unbefriedigendes Duscherlebnis. Nicht selten bleibt ein Rest von Shampoo im Haar, man duscht deshalb länger, und der Spareffekt verpufft. Bei einer landesweiten Duschkopf-Aktion, an der sich auch Winterthur beteiligte, bemängelten einige «Landbote»-Leser die mangelnde Spülkraft.

A propos Shampoo rausspülen aus langen Haaren: Bei der Befrafung im Hallenbad war auch die Haarlänge ein Thema. ZHAW-Forscher Yann Blumer aber stellte «keinen statistisch bedeutsamen Unterschied» fest: Kurzhaarige wie Langhaarige fanden die neuen Duschen gleich gut.

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