Schule

Handy im Unterricht ist bald erlaubt

Die Zentralschulpflege passt die Regelung zum Umgang mit elektronischen Geräten im Unterricht an. Ab dem nächsten Semester sollen Schülerinnen und Schüler ihre Handys mit Erlaubnis der Lehrperson im Unterricht nutzen dürfen.

An den Schulen der Stadt waren bislang  private elektronische Geräte gänzlich verboten. Da Handys  aber vermehrt im Unterricht eingesetzt werden, hat die  Zentralschulpflege die entsprechende Regelung angepasst.

An den Schulen der Stadt waren bislang private elektronische Geräte gänzlich verboten. Da Handys aber vermehrt im Unterricht eingesetzt werden, hat die Zentralschulpflege die entsprechende Regelung angepasst. Bild: Symbolbild/Keystone

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Besuchsmorgen in einer Sekundarschule. Einige Kinder sitzen an einem der Computer in der Schule, andere haben ihr Handy gezückt. Die Lehrerin hat Fragen rund um das aktuelle Unterrichtsthema «Religionen» vorbereitet, welche jedes Kind spielerisch in der Anwendung «kahoot» beantworten kann. Alle sind bei der Sache, denn wer schnell und richtig antwortet, erhält Punkte. Auf der Leinwand vorne wird stets angezeigt, wer im klasseninternen Wettbewerb gerade an der Spitze liegt. Das motiviert.Dass private elektronische Geräte im Unterricht eingesetzt werden, ist schon in einigen Schulen der Fall. Doch eigentlich wäre das bis anhin gar nicht vorgesehen gewesen. Denn die Zentralschulpflege hatte im Jahr 2007 beschlossen, dass private elektronische Geräte währed des Unterrichts ausgeschaltet und versorgt sein müssen.

Kein Freipass für Handynutzung

Ein Beschluss, der längst von der Realität überholt wurde, wie Jürg Altwegg (Grüne), Stadtrat und Präsident der Zentralschulpflege (ZSP) bestätigt. Deshalb hat die ZSP beschlossen, ihre Regelung auf Beginn des nächsten Semesters am 18. Februar anzupassen. «Dort wo es Sinn macht, sollen Handys im Unterricht eingesetzt werden», sagt Altwegg. Ein völliger Freipass für die Handynutzung ist dies aber keineswegs. Der neue Beschluss besagt, dass elektronische Geräte im Schulhaus und auf den Aussenanlagen zu schulischen Zwecken benutzt werden dürfen, wenn dies die Schulleitung oder Lehrpersonen erlauben. In allen anderen Fällen müssen die Geräte aber weiterhin ausgeschaltet und nicht sichtbar verstaut werden.

Der ZSP bleib gar keine andere Wahl, als die Regeln zu ändern. Denn im Sommer 2020 soll ein neues Konzept «ICT-Sek» in Kraft treten, das darauf basiert, dass zusätzlich zur Schulinfrastruktur private Geräte im Unterricht eingesetzt werden können. Doch dies ist natürlich nur möglich, wenn die Geräte grundsätzlich im Unterricht erlaubt sind.

Wie diese konkret zum Einsatz kommen, soll im Ermessen der Schulleitung und der Lehrpersonen liegen. Die ZSP sieht verschiedene Einsatzgebiete: Smartphones könnten etwa als Digital- oder Videokamera, als Audiorecorder, als Recherche- oder Trainingswerkzeug im Unterricht eingesetzt werden. Der Gebrauch der Geräte im Unterricht birgt nach Ansicht der ZSP aber auch Risiken. Diese sollen auch thematisiert werden. Im Lehrplan 21 sei ein entsprechendes Modul «Medien und Informatik» vorgesehen. (Landbote)

Erstellt: 10.01.2019, 16:46 Uhr

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