Winterthur

Heisser Sommer füllt die Badis

An Hitzetagen sorgt der Sprung ins ­Wasserbecken für Abkühlung. Zu einem Eintrittsrekord reicht es in dieser ­Saison aber vermutlich trotz guter Verkaufszahlen nicht.

Wasser macht Spass: Am stärksten Tag besuchten 2700 Personen das Geisi, Winterthurs grösstes Bad.

Wasser macht Spass: Am stärksten Tag besuchten 2700 Personen das Geisi, Winterthurs grösstes Bad. Bild: Enzo Lopardo

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Hitze hin oder her: An der Kasse im Freibad Geiselweid blieb die Warteschlange zuletzt oft kurz. «An Spitzentagen richten wir eine dritte Kasse ein, an der wir vorproduzierte Eintrittskarten verkaufen», gibt Reto Thoma vom Sportamt die Erklärung. Zudem entlastet der Webshop die Kassen: Manche Badi-Gäste kaufen das Ticket via Handy vor dem Besuch und gehen dann ­ohne Warten durchs Drehkreuz.

Insgesamt 41 000 Eintritte ­ver­zeichnete Winterthurs grösstes Bad letzten Monat; nimmt man die Besuche in den vier Quartierbädern dazu, kommt man auf 117 000 Eintritte im Juli. Seit dem Saisonbeginn im Mai piepsten die Kartenlesegeräte in der Stadt mehr als 260 000 Mal, wie das Sportamt auf Anfrage mitteilt.

Übertroffen wurde dieser Wert letztmals vor drei Jahren, als die Zahl der Eintritte bis Ende Juli bei über 280 000 lag. Im Jahr 2015 war es in der Region Winterthur auch etwas heisser als bislang in ­diesem Sommer, wie Zahlen des meteorologischen Bundesamts zeigen (siehe Grafik).

Interessanterweise sind derweil die heissesten Tage nicht unbedingt die besten Badi-Tage. Zwar strömten in den letzten knapp zwei Wochen oftmals gegen 2000 Personen pro Tag ins Geisi, allerdings gab es auch zu Monatsbeginn und im Juni, als es noch deutlich kühler war, viele gleich gute Tage. Der beste Tag war mit knapp 2700 Eintritten der 20. Juni, ein Mittwoch lang vor den Sommerferien.

Wasser kostet mehrere ­hundert Franken täglich

Von konstant guten, wenn auch nicht überragenden Eintrittszahlen berichtet ebenfalls Matteo Taormina, Leiter des ge­nossenschaftlich organisierten Schwümbi Wolfensberg. Während der Schulferien seien halt viele Leute auch abwesend.

Zwar bescheren dem Badichef diesen Sommer die Glace- und Ticketverkäufe (acht Franken pro Eintritt) zusätzliche Ein­nahmen, reich werde die Genossenschaft aber nicht – man habe ebenfalls mehr Ausgaben, fürs Personal, aber auch für Wasser, Energie, Chemie. Allein die Wasserrechnung betrage 700 Franken – pro Tag. «Die Frischwasser­zufuhr läuft Tag und Nacht, damit wir die Wasser­qualität halten können.»

In der Gesamtabrechnung der Bäder sind die Einzeleintritte zwar wichtig, doch selbst in einem Rekordsommer würde es Steuergelder brauchen, um über die Runden zu kommen. Der ­jährliche Betriebsbeitrag der Stadt für die Quartierbäder beträgt 115 000 Franken pro Bad.

Der Webshop könnte noch besser laufen

Noch Potenzial hat der erwähnte Webshop (sportshop.winterthur.ch), den man vor vier Jahren aufschaltete. Wurden anfänglich nur um die 50 Tickets pro Saison verkauft, habe sich diese Zahl mittlerweile multipliziert, sagt Thoma, der beim Sportamt das Kassensystem betreut.

Einen Absatzschub bewirkte, dass seit diesem Jahr auch ­Tickets für die Trendsporthalle Skillspark im gleichen Shop verkauft werden. An sich ist die Buchung im Internet bequem, die gekauften Badi-Billette können in allen Bädern sowie der Eishalle eingelöst werden und verfallen erst nach zwei Jahren.

Ob online oder offline – in der Summe werden die Verkäufe 2018 wohl die Marke von 2015 nicht über­treffen können. Damals fielen nämlich weder August noch September stark ab, sodass man in der ganzen Badi-Saison die stolze Zahl von 410 000 Eintritten erreichte.

Die Besucherzahlen enthalten jeweils auch die Eintritte ins Hallenbad während der Sommerzeit, weil diese über dasselbe System verbucht werden. Im Jahr 2016, als das Hallenbad zwecks Renovation geschlossen wurde, war ein Einbruch zu verzeichnen.

(Der Landbote)

Erstellt: 02.08.2018, 17:54 Uhr

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