Wülflingen

Helle Halle ersetzt dunklen Keller

Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit ist die neue Volg-Weinkellerei im Niderfeld fertiggestellt. Die Arbeit in der lichtdurchfluteten Halle soll auch die Weinqualität verbessern.

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Am alten Standort an der Ruhtalstrasse war die ganze Anlage der Volg-Weinkellereien über sieben Stockwerke verteilt, eine mühsame Angelegenheit für die Mitarbeiter. Auch die Haustechnik war veraltet, rund 10 Millionen Franken hätte es gekostet, sie auf den neuesten Stand zu bringen, sagt Geschäftsführer Thomas Wettach. Da habe man sich entschlossen, lieber gleich einen Neubau in Angriff zunehmen.

Im August 2015 war im Wülflinger Niderfeld der Spatenstich, ein Jahr später, am 1. September 2016, musste die Produktionsanlage so weit fertig sein, dass rund 300 Weinb auern hier ihre 1500 Tonnen Trauben abliefern konnten. «Dann mussten wir bereit sein, sofort Wein machen zu können», sagt Kellereileiter Hermann Steitz. Lagern könne man die reifen Trauben nämlich nicht so einfach. Alles habe hervorragend geklappt, jetzt lagert der erste Wein in den 638 Stahltanks, den Barrique- und den grossen Holzfässern. Traurig sei, dass die Ernte 2017 wohl sehr gering ausfallen wird: «Wir rechnen mit 80 Prozent Verlust.»

Gute Stimmung, guter Wein

Anstatt in düsteren engen Kellern stehen die Anlagen und Tanks jetzt ebenerdig in einer hellen Stahlbetonhalle. Steitz ist überzeugt, die Helligkeit wirke sich positiv auf die Stimmung der Mitarbeiter aus und somit auch auf die Weinqualität.

Eigentlich seien hier zwei Weinkellereien unter einem Dach untergebracht, so Steitz. Einmal die Grosskellerei mit den «normalen» Weinen und andererseits die Spezialitätenkellerei, in der die prestigeträchtigen Einzellagen wie beispielsweise der «Hallauer Chilcheweg» ausgebaut werden.

Moderne Technik spart Geld

Nach dem neuesten Stand der Technik wird hier gekeltert, vinifiziert, abgefüllt und gelagert. «Nur schon durch die neue Kühltechnologie sparen wir richtig viel Geld», sagt Geschäftsführer Thomas Wettach. Am alten Ort wurden die Tanks gekühlt, indem man Wasser über die Oberfläche laufen liess, allein dadurch fielen immense Abwasserkosten an. Auch die Abfüllanlage wurde ­modernisiert und automatisiert. Vier Arbeitsplätze fallen in der Produktion weg, aber entlassen wurde niemand. Alle seien ganz normal pensioniert worden, sagt Wettach.

Neben den Produktionsanlagen bietet der 11 000 Quadratmeter grosse Bau auch Platz für die Verwaltung, einen Weinshop und einen modern ausgestatteten ­Degustationsraum. Von dort aus blickt man durch Panoramafenster direkt auf die grossen, kunstvoll verzierten Jubiläumsfässer. (Landbote)

Erstellt: 07.06.2017, 08:45 Uhr

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In der Euelwies 32, Sonntag, 25. Juni, zwischen 10 und 16 Uhr.

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