Bahnhof

Hier wächst die provisorische Passerelle

350 Tonnen Stahl verbauen die SBB derzeit für eine temporäre Brücke über Perrons und Gleise. Für drei Jahre ersetzt diese Passerelle die kleine Unterführung, die im grossen Stil erweitert wird.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Bundesbahnen tun viel, um der Winterthurer Bevölkerung und den Zugpendlern zu erklären, weshalb es am Hauptbahnhof derzeit so schwierig ist, den Weg zu finden. Überall Absperrungen, Baugerüste, offene Gräben, Bagger, Bauarbeiter. SBB-Botschaft eins: Es wird noch einige Jahre weitergebaut, folglich einige Jahre Umwege, erst Ende 2021 ist alles fertig. Botschaft Numero zwei: Dann, in drei Jahren, wird alles breiter, heller, freundlicher und schneller sein. «Den heutigen Bedürfnissen angepasst», heisst das im PR-Jargon.

Und es gibt durchaus Grund, sich darauf zu freuen: Viele Züge verkehren dann im Viertelstundentakt, die Perrons sind breiter und länger, folglich gibts weniger Rempeleien und Staus, wenn sich die Züge zu Stosszeiten leeren. Und ein Traum wird wahr: Man wird auf dem Velo unter dem Bahnhof durchfahren können. Das freilich bezahlen nicht die SBB, sondern Stadt und Kanton.

Brückenschlag nur nachts

Während dieser Velotunnel und die helle Personenunterführung gebaut werden, müssen die Zugpassagiere aber auch irgendwie auf die Perrons gelangen: Dafür wird im Moment eine Passerelle erstellt, die vom Perron 1 bis zur Rudolfstrasse führt, Abgänge auf die Bahnsteige hat und Zugänge zum Bahnhof-Parking. Gestern führte der SBB-Projektleiter Christian Furrer eine Schar von Medienleuten auf diese Passerelle, respektive was davon schon da ist. Bis jetzt steht der Teil von der Rudolfstrasse bis zum Perron 4/5, noch fehlt das Dach, man wähnte sich auf einer Sonnenterrasse auf der Höhe der Parkhausrampe. In den Nächten des nächsten Wochenendes folgt der Brückenschlag zum Perron 3/4, und am 10. Juni wird alles vollendet sein, dann ist Einweihung.

Visualisierung: SBB

80 Meter lang ist die Fusgängerbrücke, 7,5 Meter breit, 350 Tonnen Stahl werden verbaut sein plus 70 Tonnen Sperrholzplatten für Treppen, Dach und gewisse Wände. Verkleidet wird das ganze mit so genanntem Streckmetall, eine Art Metallgewebe oder Gitter, hübsch anzuschauen. Die provisorische Passerelle kostet die SBB rund 2,5 Millionen Franken, wirkt stabil und optisch ansprechend, wird aber später gleichwohl zu Alteisen, wie der Projektleiter sagte.

Parallel zu den SBB lässt die Stadt über der Rudolfstrasse einen Steg montieren für die Fussgänger aus und in Richtung Neuwiesen. Darunter wird Schotter ausgehoben, wo später das Veloparking sein wird. (mgm)

Erstellt: 11.04.2018, 15:02 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Paid Post

Soforthilfe für Smartphones

Ob Displaybruch, defekte Kamera oder Wasserschaden – Wintek Swiss hat meist eine Lösung.