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Hohe Freiheitsstrafe nach versuchter Tötung in Seen

Ein 26-Jähriger wurde wegen mehreren Delikten zu neun Jahren Gefängnis verurteilt.

Delia Bachmann
Das Bezirksgericht Winterthur ging über das geforderte Strafmass der Staatsanwaltschaft hinaus und bestrafte den Beschuldigten mit 9 Jahren Freiheitsstrafe.
Das Bezirksgericht Winterthur ging über das geforderte Strafmass der Staatsanwaltschaft hinaus und bestrafte den Beschuldigten mit 9 Jahren Freiheitsstrafe.
mad

Seine Freundin blockierte seine Nummer. Also benutzte der Beschuldigte das Handy seiner Mutter. Sie sagte: «Komm nicht.» Wenig später stand er in ihrem Garten. Sie öffnete ein Fenster und sagte: «Ich will heute nicht mit dir reden.» Er blieb, bis sie ihn irgendwann doch rein liess.

Mit ruhiger Stimme schilderte der heute 26-Jährige am Mittwoch im Winterthurer Bezirksgericht, was sich an jenem Januarabend vor zwei Jahren in Seen abgespielt hat. Sie stritten, unter anderem weil sie einen Bekannten zu Hilfe rief. Weil er gehört habe, dass dieser Bekannte ein Brutaler sei, habe er in der Küche ein Messer eingesteckt, so der Beschuldigte. «Kam Ihnen nicht in den Sinn, einfach zu gehen?», fragte der Richter und wies darauf hin, dass er ohnehin nicht willkommen war, was der Beschuldigte – nun einiges lauter – bestritt. Ihr Gesicht hätte etwas anderes gesagt, ausserdem sei sie eben ein bisschen temperamentvoll: «Wenn man solange in einer Beziehung ist, weiss man, wie etwas gemeint ist.»

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