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Berufswahl

Hauptsache, selbst gestaltet

Sie begegnen mir am «sehr geilen Berufsbildungskongress» im Salzhaus: Laura Bösiger ist über einen Studentenjob in ihren Beruf im Kulturbereich eingestiegen.

Laura Bösiger in der Steinberggasse. Foto: Marc Dahinden

Laura Bösiger in der Steinberggasse. Foto: Marc Dahinden

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«Für mich fängt jeder Tag ganz anders an, je nachdem für wen ich arbeite und je nach Jahreszeit. Auf jeden Fall erledige ich zu Hause immer zuerst meine Mails. So hake ich Altes ab und kann den Tag neu anfangen. In der Hochsaison, manchmal bereits früh am Morgen – derzeit schlafe ich auch gern noch ein bisschen länger –, komme ich ins Büro des Musikfestwochen-Teams.

Spätestens hier brauche ich dann meinen ersten Kaffee. Sonst läuft nichts. Am Bürotisch hinter meinem Computer fühle ich mich zu Hause. Von hier aus kann ich handeln, hier habe ich meinen Tag im Griff.

Ich brauche etwas Betrieb in meinem Leben.

Jetzt im Winter ist es im Büro der Musikfestwochen manchmal recht still. Doch sobald das Festival wieder näher rückt, geht es hier zu wie in einem Ameisenhaufen. Leute wirbeln rein und raus, ich höre Gespräche, Telefone klingeln, und im Nebenraum läuft die Musik von Bands, die man später in der Steinberggasse hört. Bei diesem Tonmix im Büro fühle ich mich wohl. Ich brauche etwas Betrieb in meinem Leben.

Das war schon immer so. Ich bin in Hagenbuch aufgewachsen und fuhr mit dem Velo nach Elgg in die Schule. Dort war ich auch Mitglied in einem Jugendclub, dem Club 81. Damals haben wir ein Open Air auf die Beine gestellt. Das Beste war, dass dieser Club selbstverwaltet war. Wir konnten selber gestalten, mussten dafür aber auch die Verantwortung übernehmen.

Das ist auch heute so, bei den Musikfestwochen. An den Teamsitzungen dürfen und müssen wir viele Entscheidungen treffen. Wir sind gut eingespielt und gleisen immer wieder neue Projekte auf. Dieses Jahr spannen wir zum Beispiel für ein Musikgefäss über Mittag mit dem Gewerbemuseum zusammen und organisieren zusammen mit dem Salzhaus zwei Konzerte in der Stadtkirche.

Ich fühle mich wohl dabei, mit anderen kulturellen Institutionen Koorperationen aufzuziehen. Ich komme mit vielen Menschen in der Stadt in Kontakt und kann mithelfen, das kulturelle Leben in Winterthur zu bereichern. Die Gestaltungsmöglichkeiten, die sich mir bieten, machen meine Arbeit attraktiv. Ich verstehe gut, dass junge Menschen auch so etwas machen möchten. Darum beteilige ich mich am ‹sehr geilen Berufsbildungskongress› im Salzhaus. Ich finde es wichtig, für den Musikstadt-Nachwuchs Plattformen zu schaffen.

Eine Ausbildung für einen Job in der Kultur und im Nachtleben gibt es nicht. Ich bin da auch mehr oder weniger reingerutscht. Ich habe das neusprachliche Gymnasium im Lee besucht, dann Matura, Bachelor in Journalismus an der ZHAW, schliesslich ein Praktikum beim ‹Landboten› und beim Salzhaus – und immer kleine Nebenjobs parallel. So ging es Schritt für Schritt. Heute bin ich Co-Geschäftsführerin der Musikfestwochen.»

«Sehr geiler Berufsbildungskongress» im Salzhaus. Samstag, 2. März, 14 Uhr. Salzhaus, Albani, Kraftfeld, Gaswerk und Musikfestwochen stellen Berufe in Kultur und Nachtleben vor.

Erstellt: 28.02.2019, 17:28 Uhr

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