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«Ich wurde mit der Zeit immer nervöser»

Christa Meier gewinnt den SP-Sitz zurück, den die Partei vor vier Jahren durch die Abwahl von Pearl Pedergnana verloren hat. Meier glaubt, dass die Themen den Ausschlag gaben.

Christa Meier (SP) nach dem Wahlsieg.
Christa Meier (SP) nach dem Wahlsieg.
Enzo Lopardo

Herzliche Gratulation, wann haben Sie daran geglaubt, dass es zum Stadtratssitzreichen könnte?Christa Meier:Nach dem vierten Wahlkreis rechnete ich damit, dass es aufgehen könnte. Aber zu diesem Zeitpunkt war auch klar, dass es sicher eng wird.

Olympiasieger sagen nach grossen Erfolgen, sie hätten den Triumph noch nicht realisiert. Wie geht es Ihnen?Ich kam sehr entspannt ins Wahlzentrum am Mittag. Ich war wirklich offen für jeden Ausgang, rechnete mit allen Möglichkeiten. Doch als die Resultate kamen, wurde ich zunehmend nervöser. Und nun ist es tatsächlich so, dass ich mich zwar wahnsinnig freue, aber noch nicht ganz einordnen kann, was dieser Erfolg bedeutet.

Sie waren die erste der Stadtratskandidierenden, die im Wahlzentrum auftauchte, weshalb?Ich wusste, dass der Parteipräsident Christoph Baumann schon da war, und wollte ihn moralisch unterstützen.

«Wir haben den drückenden Schuh der Winterthurerinnen und Winterthurer gespürt.»

Christa Meier

Es ist nicht nur ein grosser Tag für Sie, sondern auch für die SP. Wie ist es gelungen, die Niederlage von vor vier Jahren wieder auszuwetzen?Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass wir über wichtige Themen gesprochen haben, wir haben den drückenden Schuh der Winterthurerinnen und Winterthurer gespürt und die Themen aufgegriffen. Das war wohl, was die Leute erwartet haben.

Sie glauben wirklich, dass der SP-Slogan «Wir haben einen Plan» den Ausschlag gab?Davon gehe ich aus, ja.

Was können wir nun im Stadtrat von Ihnen erwarten?Ich stehe, wie ich es schon im Wahlkampf gesagt habe, für eine soziale, solidarische und ökologische Politik ein und vor allem für ein Miteinander mit der Bevölkerung auf Augenhöhe.

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