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In wenigen Stunden gefällt

Mit einem Spezialkran wurden die drei kranken Buchen im Stadtpark gefällt, fast ohne Handarbeit. Ihr Holz sieht gesund aus, hat aber wenig Wert.

Nach 150 Jahren werden die mächtigen Bäume in ihre Einzelteile zerlegt.

150 Jahre standen die stolzen Buchen im Stadtgarten, innerhalb weniger Stunden wurden sie heute gefällt. Nur die Stümpfe blieben zurück. Weil Stadtgrün-Mitarbeiter einen Pilz im Stammfuss festgestellt hatten, musste es schnell gehen, damit beim grossen Menschenauflauf am Albanifest nichts passieren kann.

Das passende Gerät dazu hatte eine Spezialfirma aus Wetzikon. Der hellblaue Lastwagen und das kranartige zweite Fahrzeug verfügt über je einen Greifarm mit integrierter Säge. Um neun Uhr morgens lagen bereits zwei der drei meterdicken Bäume entastet und transportbereit auf der Ladebrücke. Klettern musste heute niemand – das ist auch besser angesichts der Umknickgefahr.

Zu den drei Mitarbeitern der Fäll-Firma kamen ebenso viele Stadtgrün-Mitarbeiter, welche die Arbeiten überwachten, mithalfen und das Areal sicherten. Sie waren Ansprechpartner für die vielen Schaulustigen. «Ohne die Spezialfahrzeuge der externen Dienstleister hätten wir die Äste abseilen müssen, was Zeit braucht und mehr Flurschaden verursacht», erklärt der Baumpfleger Stefan Rütten von Stadtgrün.

Von der Krankheit ist am Holz für den Laien nichts zu sehen

Das Holz der Buchen sieht auf den ersten Blick gesund aus, es sind keine Verfärbungen oder Faulstellen zu sehen. Der Pilz wütete vor allem unter dem Boden, im Stammfuss. Trotzdem hat das geschlagene Holz wenig Wert, für Möbel ist es nicht geeignet, zu knorrig und astig. «Es wird wohl zu Holzschnitzeln verarbeitet», sagt Rütten.

Bis am Nachmittag waren die Bäume komplett abgeräumt. Was an ihre Stelle gepflanzt wird, wird Stadtgrün in Absprache mit der Denkmalpflege entscheiden. Da der Park schutzwürdig ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wieder Buchen gepflanzt werden.

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