Winterthur

Industriefirmen im Höhenflug, auch in Winterthur

Nach harten Jahren ist die Schweizer Industrie in Feierlaune. Die Auftragsbücher sind voll, die Umsätze nach oben geschnellt. Sorgen macht die Politik. Ein Winterthurer Unternehmer rüstet sich schon für den Abstimmungskampf.

Konnte am meisten zulegen: Der Industriekonzern Rieter steigerte sich im vergangenen Jahr um satte 24%.

Konnte am meisten zulegen: Der Industriekonzern Rieter steigerte sich im vergangenen Jahr um satte 24%.

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Der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie läuft es so gut wie lange nicht. Fast ein Viertel mehr Aufträge haben die rund 1000 Mitglieder des Branchenverbands Swissmem im ersten Halbjahr verbuchen können, vermeldete Swissmem gestern.

Die Umsätze stiegen im Schnitt um 16 Prozent. Für die meisten grossen Winterthurer Industriefirmen war der Höhenflug nicht gar so steil, mit einer Ausnahme: Rieter verzeichnete, auch dank eines Zukaufs, im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von sogar 24 Prozent.

«Nach dem Stahlbad des Frankenschocks sind unsere Firmen fitter als je zuvor.»

Sulzer war mit 12 Prozent Zuwachs ebenfalls zweistellig unterwegs, Burckhardt Compression, Autoneum und Kistler wuchsen jeweils einstellig. Der Motor brummt auch hier, aber leiser als in der restlichen Schweiz.

Vor zwei Jahren hatte Swissmem noch landesweit einen Rückgang von 3,5 Prozent bekanntgeben müssen, inzwischen sind die Umsätze auf einem Zehnjahreshoch. Auch die Zahl der Beschäftigten ist gestiegen. 325 000 Stellen bieten die Swissmem-Mitglieder an, 8000 mehr als vor Jahresfrist. Weitere 3500 Stellen sind inseriert.

Wechselkurs und Protektionismus als Risikofaktoren

Swissmem-Präsident Hans Hess blickt optimistisch in die Zukunft. «Nach dem Stahlbad des Frankenschocks sind unsere Firmen fitter als je zuvor.» Allerdings bleibe der Wechselkurs ein Risiko, ebenso wie protektionistische Tendenzen. Die sieht Hess auch im Inland. Er warnte vor den Agrarinitativen im Herbst und vor der Selbstbestimmungsinitative im November.

Dagegen hat sich auch schon ein Winterthurer in Stellung gebracht. Kistler-CEO Rolf Sonderegger wirbt im «Europa-Report» von Swissmem für ein Nein: «Ich engagiere mich gegen die Selbstbestimmungsinitiative, weil sie die Schweiz in die Isolation führt.» (mig)

Erstellt: 28.08.2018, 18:17 Uhr

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