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«Sie wollen ihre surrealen Sexphantasien ausleben»

In der Landbote-Serie «Mein Geheimnis» kommt dieses mal die brasilianische Sexarbeiterin Sophia zu Wort. Sie erzählt von ihren Wünschen und Träumen. Und warum sie ihrer Familie Geld überweist, obschon sie von ihr einst verstossen wurde.

«Fast alle Männer, die zu mir kommen, sind verheiratet», sagt die transsexuelle Prostituierte Sophia. (Symbolbild)
«Fast alle Männer, die zu mir kommen, sind verheiratet», sagt die transsexuelle Prostituierte Sophia. (Symbolbild)
Keystone

« Mein Name ist Sophia, ich bin 39 Jahre alt, transsexuell und verdiene meinen Lebensunterhalt in Winterthur als Prostituierte. Aufgewachsen bin ich zusammen mit meinen beiden Schwestern und meinem Bruder in São Paulo, Brasilien. Ich besuchte dort die obligatorische Schule. Zu mehr reichte es leider nicht. Aus finanziellen Gründen. Denn meine Eltern sind sehr arm. Mein Traum, eines Tages als Krankenschwester arbeiten zu können, blieb deshalb unerfüllt.Als ich 16 Jahre alt war wurde ich von meinem Vater aus der elterlichen Wohnung geworfen. Er hatte mich von Zuhause verstossen, weil er herausgefunden hatte, dass ich als junger Mann andere Männer anziehend fand. Die Homophobie ist in Brasilien ein grosses Problem. Und da mein Vater von der katholischen Kirche zu einer evangelischen Freikirche gewechselt hatte, war sein Fanatismus und seine damit verbundene Abneigung gegenüber homosexuell empfindenen Menschen umso grösser.

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