Winterthur

Junge Altstadt ­verabschiedet sich nach 44 Jahren von den ­Gutscheinen

Die Altstadt-Geschäfte schaffen ihre ­beliebten ­Einkaufsgutscheine ab. Die neue Geschenkkarte soll ­kundenfreundlicher sein – und ein häufiges Problem lösen.

Die traditionellen Geschenk-Gutscheine haben ausgedient.

Die traditionellen Geschenk-Gutscheine haben ausgedient. Bild: Marc Dahinden

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Beim Einlösen der Altstadt-Gutscheine gibt es immer wieder ­Diskussionen. Wer einen Artikel für 30 Franken kaufen möchte, kann ihn nicht mit dem 50-Franken-Gutschein bezahlen, denn das Geld soll ja vollständig in die lo­kale Wirtschaft fliessen – darum grundsätzlich kein Rückgeld.

Dieses Problem gibt es bald nicht mehr. Heute lanciert die Junge Altstadt eine Geschenkkarte, welche die Gutscheine ersetzen wird. Die Plastikkarte lässt sich mit einem beliebigen Betrag zwischen 10 und 1000 Franken aufladen.

Bezahlt man mit ihr, verbleibt der Restsaldo auf der Karte. Wie hoch der aktuelle Betrag ist, lässt sich unter anderem in den teilnehmenden Geschäften, es sind mehr als 250, abfragen.

«Wir möchten schnell ganz auf die Karte umsteigen»Heinz Schudel
Geschäftsführer Junge Altstadt

Die Geschenkkarte habe noch weitere Vorteile für die Kunden, sagt der Geschäftsführer der Jungen Altstadt, Heinz ­Schudel. «Sie hat Kreditkartenformat und passt gut ins ­Portemonnaie, sodass sie immer dabei ist anstatt zu Hause in der Schub­lade.» Zudem ist die Karte wiederaufladbar; die Beträge müssen jeweils innert dreier ­Jahre abgebucht werden.

Auf der Geschäftsstelle der Jungen Altstadt reduziert sich mit dem Systemwechsel auch die Arbeit, wie Schudel ergänzt. Bislang musste man alle eingelösten Gutscheine entgegennehmen und die Beträge an die Geschäfte auszahlen – ein grosser administrativer Aufwand.

Ein Vorteil für die Betriebe sei, dass die Karten erst nach dem Aufladen einen Wert besitzen, also kein Diebstahlrisiko mehr bestehe. Kosten sollen den Geschäften, welche die Geschenkkarten wie herkömmliche Debitkarten einlesen können, keine entstehen.

Karte statt Gutschein: Im Kreditkartenformat lassen sich künftig Geschenkguthaben der Altstadt-Geschäfte bequem im Portemonnaie verstauen.

«Die Karten sind vollständig anonym»

Geschenkkarten sind vielerorts schon lange im Umlauf, etwa auch bei Migros und Coop. Man habe das Thema nicht ­verschlafen, ver­sichert Schudel. Auch der Flughafen Kloten habe erst vor kurzer Zeit eine solche Karte lanciert. Sehr wichtig sei der Jungen Altstadt der Datenschutz gewesen, namentlich die Anonymität der Kunden.

Die neue Geschenkkarte sei vollständig namenlos. Mit­hilfe des QR-Codes lasse sich ebenfalls der Restsaldo erfragen, jedoch seien keinerlei persönlichen Daten auf der Karte ge­speichert. Daraus folgt auch, dass sie bei Verlust nicht ersetzt ­werden kann. «Man soll die Geschenkkarte wie Bargeld be­handeln», empfiehlt Schudel.

Alte Gutscheine bleiben gültig

Die Gutscheine, die noch im Umlauf sind, behalten ihre Gültigkeit gemäss Aufdruck. Es sind viele: Total beträgt ihr Wert über zwei Millionen Franken. Die Gutscheine à 10, 20 und 50 Franken werden oft verschenkt, auch von Firmen an ihre Mitarbeiter. «Wir möchten schnell ganz auf die Karte umsteigen», sagt Schudel, jedoch sei möglich, dass vereinzelt noch Gutscheine verkauft werden.

In welche Geschäfte die Winterthurer ihre Bons bevorzugt tragen, verrät man nicht. Jedenfalls seien nicht nur Mode­geschäfte beliebt. Was viele nicht wissen: Die Gutscheine und neu die Geschenkkarten können auch in Restaurants und in Einkaufszentren verwendet werden.

(Der Landbote)

Erstellt: 09.10.2018, 17:29 Uhr

Heinz Schudel ist Geschäftsführer der Jungen Altstadt.

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