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Kaffee und Kuchen statt Audi und Alfa

Auf der Stadthausstrasse haben linke Parteien zusammen mit dem Verband Umverkehr zwei Parkplätze besetzt.

Blumentöpfe, Liegestühle und ganz viel Parteiwerbung. Der Parkingday scheint den linken Parteien im Wahlkampf gerade recht zu kommen.
Blumentöpfe, Liegestühle und ganz viel Parteiwerbung. Der Parkingday scheint den linken Parteien im Wahlkampf gerade recht zu kommen.
gvb

Mit den Parkplätzen in Winterthur ist es so eine Sache. Nach 10 Jahren konnte vergangene Woche endlich eine neue Parkplatzverordnungverabschiedet werden. Schon länger beschlossen ist die Umgestaltung der Stadthausstrasse, diese soll verkehrsberuhigt werden. Bald sollte man also auf der Stadthausstrasse flanieren können, so sehen das vor allem linke Parteien.

Wie sie sich das dereinst vorstellen, demonstrierten die Parteien am Freitagmorgen bei der Stadthausstrasse 53. Statt Autos stehen Tische mit Kaffee und Kuchen, Blumentöpfe und Liegestühle auf der Strasse. «Es soll gezeigt werden, wie der Parkplatz auch noch genutzt werden kann», sagt Benedikt Zäch, Gemeinderat SP. Daneben wird auch offensichtlich, dass bald Wahlen sind, der Parking Day wird scheinbar auch dafür genutzt. Die Parteifahnen wurden unübersehbar platziert.

Alljährliche Aktion

Der Parkingday ist eine alljährliche Aktion des Verbandes Umverkehr und findet in mehreren Schweizer Städten, aber auch im Ausland statt. Man wolle den Platz wieder der Bevölkerung zurückgeben, heisst es in einer Mitteilung des Verbandes. Auch in Winterthur fand schon eine ähnliche Aktion statt. Vor zwei Jahren wurden die Parkplätze vor dem Kunstmuseum ohne Bewilligung besetzt. «Diese liegt bei der diesjährigen Aktion vor», sagt Reto Diener, grüner Gemeinderat in auffallend grüner Jacke, Wahlkampf eben. Und weiter erklärt er: man habe auch bewusst die Stadthausstrasse gewählt, um zu zeigen, wohin die Umgestaltung führen könnte.

Weniger Begeisterung findet die Aktion bei Passanten und in den Sozialen Medien. Eine Anwohnerin sagt etwa, es würden ja fast keine private Autos über die Stadthausstrasse rollen. Der meiste Verkehr sei von Stadtbussen und Taxis. Und auch auf Facebook gehen die Wogen hoch. In der Gruppe «Du bisch vo Winterthur, wenn....» wird nicht zitierfähig über die Aktion geschimpft.

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