Winterthur

Kanton fragt oft nach, ob richtig ausgezählt wurde

Warum Seen und Wülflingen falsche Abstimmungsergebnisse meldeten, bleibt unklar.

Fauxpas: Zwei Wahlkreise in Winterthur hatten in der Abstimmung über das neue Taxigesetz falsch ausgezählt.

Fauxpas: Zwei Wahlkreise in Winterthur hatten in der Abstimmung über das neue Taxigesetz falsch ausgezählt.

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Am Sonntag hat Winterthur zur Taxiabstimmung und zur Stichfrage bei den Steuerinitiativen falsche Resultate nach Zürich gemeldet. Das deutliche Wülflinger Nein zum Taxigesetz fiel dem kantonalen Wahlbüro auf. «Es erschien uns nicht plausibel», sagt Stephan Ziegler, Leiter der Abteilung Wahlen und Abstimmungen im Statistischen Amt.

Wülflingen hielt aber am Ergebnis fest und erklärte es mit einer traditionell konservativ stimmenden Bürgerschaft. Der Kanton akzeptierte diese Begründung. Laut Ziegler muss jedes Wahlbüro für sich entscheiden, ob eine Abstimmung noch einmal ausgezählt wird oder nicht.

Dass auch Wülflingen dem Taxigesetz in Tat und Wahrheit deutlich zugestimmt hatte, wurde erst am Dienstag bekannt. Am Ja des Kantons zum Taxigesetz änderte die Korrektur aus Wülflingen ebensowenig wie diejenige aus Seen am Nein zu den Steuerinitiativen.

Inklusive Profilcheck

Beim Zusammentragen der Ergebnisse komme es oft vor, dass der Kanton nachfrage, ob ein bestimmtes Resultat korrekt sei, sagt Ziegler. Die Nachfragen erfolgten dann, wenn die gemeldeten Zahlen statistische Unstimmigkeiten aufwiesen. Oder wenn wie im Fall von Wülflingen ein Ergebnis aus der Reihe tanzt. Oder wenn ein Ja oder Nein nicht mit dem politischen Profil einer Gemeinde übereinstimmt. «Überraschungen sind zwar möglich, aber sehr selten», sagt Ziegler.

Winterthur kann zu den Ursachen der Zählpannen nach wie vor nichts Genaues sagen. Die Nachforschungen würden wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, heisst es. Auch die Kreiswahlbüros äussern sich vorläufig nicht zu den Fehlern.

Erstellt: 12.02.2020, 19:53 Uhr

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