Stadtratswahlkampf

Kantonspartei wollte Dähler noch umstimmen

Zeno Dähler tritt doch nicht zur Stadtratsersatzwahl im Juli an. Die kantonale EDU wollte Dählers Rückzieher vermeiden – erfolglos.

Hans Egli ist enttäuscht über den Rückzug von Dähler.

Hans Egli ist enttäuscht über den Rückzug von Dähler.

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Er habe zwischen zwei schlechten Szenarien auswählen müssen, erklärt Zeno Dähler. Entweder ein belastender Wahlkampf bis zum Wahltag in vier Wochen oder ein überraschender Rückzug. Er wählte den zweiten Weg und verschickte heute Nachmittag eine Medienmitteilung, in der steht, er habe sich «nach Rücksprache mit der Partei» für den Rückzug entschieden.

«Den Wahlkampf fortzuführen, hätte für mich nur Sinn gemacht, wenn ich vollen Einsatz geben kann.» Dabei nimmt Dähler in Kauf, dass sein Hin und Her Kopfschütteln auslöst: «Es ist mir bewusst, dass das nicht gut aussieht, aber meine veränderte berufliche Situation lässt es nicht anders zu.»

«Wegen des Reputationsschadens keine Option»

Der kantonalen Mutterpartei wäre es lieber gewesen, Dähler hätte sich anders entscheiden. Hans Egli, Kantonsrat und Präsident der kantonalen EDU, zeigte sich auf Anfrage dieser Zeitung überrascht über Dählers Rücktritt.

Der Winterthurer habe die Parteileitung zwar informiert, er überlege sich eine Aufgabe der Kandidatur. «Wir haben das in unserer Geschäftsleitungssitzung am Montag besprochen, Dähler dann aber mitgeteilt, ein Rückzug sei wegen des Reputationsschadens für die Partei keine Oprtion.»

An Dählers Entschluss konnte diese Rückmeldung aber offenbar nichts mehr ändern. Egli sagt dazu: «Das finde ich schade und schwach. Wenn man sich zu einer Kandidatur entschliesst, dann sollte man sich das vorher reiflich überlegen.»

Erstellt: 06.06.2019, 18:34 Uhr

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