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Kein Dienstaltersgeschenk - aber mehr Ferien

Die Stadt Winterthur will ihr Personalstatut anpassen. Neu soll sich der Lohn an der Leistung orientieren, Kündigungsfristen werden verkürzt, dafür erhalten Mitarbeiter mehr Ferien.

Der Stadtrat will mit dem angepassten Personalstatut insgesamt 1,5 Millionen Franken pro Jahr sparen.
Der Stadtrat will mit dem angepassten Personalstatut insgesamt 1,5 Millionen Franken pro Jahr sparen.
Heinz Diener

Kürzere Kündigungsfristen, kein automatischer Lohnanstieg, keine Dienstaltersgeschenke - aber dafür eine Woche mehr Ferien für alle Angestellten bis 49: Der Winterthurer Stadtrat will das Personalstatut modernisieren. Insgesamt sollen so 1,5 Millionen Franken pro Jahr eingespart werden.

Einen Entwurf präsentierte der Stadtrat bereits im Herbst. Inzwischen wurden Personalverbände und Parteien um ihre Meinung gefragt und deren Anliegen wo immer möglich in die Vorlage aufgenommen. Am Freitag publizierte die Stadt nun die neue Version.

Wichtigstes Thema ist dabei die Lohnentwicklung: Bisher stieg der Lohn automatisch mit den Jahren an. Künftig will der Stadtrat auf diesen so genannten Erfahrungsanstieg verzichten. Die Lohnentwicklung soll neu durch die Vorgesetzten gesteuert werden - je nach Leistung.

Die Schraube anziehen will der Stadtrat auch beim Thema Kündigung: Heute bestehen für die städtischen Angestellten teilweise sehr lange Kündigungsfristen. Diese sollen verkürzt werden.

Zudem sollen Angestellte mit schlechten Leistungen nicht mehr wie bisher in jedem Fall eine Bewährungsfrist erhalten, damit sie ihr Verhalten bessern können. Sie sollen stattdessen auch ohne Bewährungsfrist entlassen werden können.

Für Jüngere attraktiver werden

Vom neuen Personalstatut profitieren werden vor allem Angestellte bis 49 Jahre: Sie erhalten eine fünfte Ferienwoche. Da dies beträchtliche Kosten mit sich bringt, will der Stadtrat dafür die Dienstaltersgeschenke einsparen, also den bezahlten Monat Zusatzurlaub alle fünf Jahre ab einer Dienstzeit von zehn Jahren. Davon betroffen sind vor allem ältere Mitarbeitende. Ziel des Stadtrates ist es, auch für jüngere Arbeitnehmer attraktiv zu werden.

Pensumsreduktionen für Väter

Entgegenkommen will der Stadtrat frischgebackenen Vätern und Angestellten, die Angehörige betreuen: Sie sollen künftig leichter unbezahlten Urlaub nehmen oder ihr Pensum reduzieren können, egal auf welcher Hierarchiestufe sie stehen. Definitiv ist das neue Statut noch nicht. Der Grosse Gemeinderat muss es an einer seiner nächsten Sitzungen noch genehmigen.

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