Winterthur

Keine Einsprache nach Wahlpanne

Die Grünen, denen ein zuerst als gewonnen gemeldeter Parlamentssitz ­aberkannt wurde, ­verzichten auf eine Beschwerde.

Bei der Auszählung in Wülflingen war die Hälfte der Stimmen vergessen worden, woraufhin die Stadt nach den Wahlen ein falsches Ergebnis publizierte.

Bei der Auszählung in Wülflingen war die Hälfte der Stimmen vergessen worden, woraufhin die Stadt nach den Wahlen ein falsches Ergebnis publizierte. Bild: hd (Symbolbild)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es war ein bitterer Moment für die Grünen: Ein paar Tage nach den Wahlen korrigierte die Stadt die Resultate und meldete, dass Yvonne Gruber (BDP) anstelle der Grünen Nina Wenger gewählt sei. So verlor die Links­partei den vermeintlich gewonnenen sechsten Sitz.

«Würde man die Wahl wiederholen, spielten wohl andere Dinge eine grössere Rolle als die Couverts.» 

Bei den Grünen überlegte man sich eine Intervention, entschied nun aber, auf einen Rekurs zu verzichten, wie Partei-Co-Präsident Reto Diener sagt. Den Ausschlag haben die Zahlen gegeben: Die Differenz ist zu gross, so urteilten die Grünen. «Es geht in jedem Fall um mehrere hundert Stimmen», so Diener, «darum schien es uns nicht sinnvoll, eine Nachzählung zu verlangen».

Auch eine Wahlwiederholung wegen des fehlerhaften Wahl­materialversands will man nicht fordern. Zwar zählen die Grünen, deren Liste teilweise in Couverts fehlte, zu den ­benachteiligten Parteien, doch meint Diener: «Würde man die Wahl wiederholen, spielten wohl andere Dinge eine grössere Rolle als die Couverts.»

Privatperson rekurriert

Beim Bezirksrat bestätigt man, dass vonseiten der Parteien keine Beschwerde einging; die Frist lief am Montag ab. Zwar liegt ein Rekurs einer Privatperson vor, wie Ratschreiber Ran Comfort sagt. Da dieser aber eher allgemeiner Natur ist, dürften seine Chancen gering sein.

Der Mann kritisiert etwa, dass der Wahlschlüssel nicht nachvollziehbar sei (doppelter Pukelsheim) und dass es keine Aufstellung der Stadtratskandidaten gab. Nach Stellungnahme des Stadtrates muss der Bezirksrat formell entscheiden, ob die Kritik ausreichend begründet ist oder nicht. (Der Landbote)

Erstellt: 20.03.2018, 17:58 Uhr

Yvonne Gruber (BDP) kann ihren Sitz behalten. Die Grünen verzichten auf einen Rekurs.

Die Grüne Nina Wenger war die grosse Leidtragende der Wahlpanne.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben