Winterthur

Keine Niveaufächer mehr in der Sek ab 2018

Es ist ein einschneidender Systemwechsel. Bereits ab dem nächsten Schuljahr soll es auf Sekundarstufe keine Anforderungsstufen in einzelnen Fächern mehr geben. Die IG Elternräte kritisiert die Rückkehr zum früheren System.

Einzelne Fächer wurden bisher in Winterthurer Sekundarschulen in drei verschiedenen Niveaus unterrichtet. Damit ist bald Schluss.

Einzelne Fächer wurden bisher in Winterthurer Sekundarschulen in drei verschiedenen Niveaus unterrichtet. Damit ist bald Schluss. Bild: Archiv / Marc Dahinden

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Künftig gilt in den Sekundarschulen der ganzen Stadt das gleiche Modell. Alle 6. Klass-Kinder werden zum Ende der Primarschule den Abteilungen, A, B und C zugeordnet, wobei Abteilung A die anspruchsvollste ist. So genannte Niveaufächer wird es ab dem neuen Schuljahr nicht mehr geben.

Diese erlaubten es, Kinder in den Fächern Französisch oder Mathematik unabhängig von der Abteilung in eines von drei Niveaus einzuteilen.

«Vor allem für schwächere  Schuliknder werden die Hürden für einen Aufstieg innerhalb der Sek nun grösser»Elternvertreter kritisieren den geplanten Systemwechsel

Die Abschaffung erfolgte auf Antrag der Schulleitenden der Stadt Winterthur. Sie sehen beim neuen Modell sowohl pädagogische als auch organisatorische Vorteile. So sei es etwa schwierig, genügend Schulraum bereit zu stellen, um die Niveaufächer im ganzen Jahrgang gleichzeitig zu erteilen.

Und die Schulleiter glauben auch, dass mit dem neuen Modell schwächere Schülerinnen und Schüler von den Stärkeren in der gleichen Klasse profitieren. Das passe zum integrativen Auftrag der Schule.

«Rückkehr zum alten System»

Anders beurteilt die IG Elternräte Winterthur die Situation. Präsidentin Cristina Bozzi bedauert den Entscheid der Zentralschulpflege. «Das bedeutet eine Rückkehr zum früheren System. Vor allem für schwächere Schuliknder werden die Hürden für einen Aufstieg innerhalb der Sek nun grösser», sagt sie. Eine Umfrage unter Eltern zeigte denn auch, dass rund 58 Prozent der Eltern lieber beim alten System geblieben wäre. Nur 35 Prozent wünschten sich einen Wechsel.

Ein Blick auf andere Gemeinden zeigt, dass es ganz unterschiedliche Sek-Modelle gibt. Im Jahr 2013 boten rund die Hälfte der 109 Gemeinden im Kanton Zürich ihre Sek mit ein bis drei Niveaufächer an. Gemäss Volksschulverordnung liegt es in der Kompetenz der Schulpflege, das Modell der Sekundarstufe festzulegen.

(Der Landbote)

Erstellt: 07.12.2017, 17:42 Uhr

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