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Keine Zweifel an Schulhaus-Kauf

Nicht einmal einer von zehn Winterthurern war gegen den Kauf des Schulhauses in der Grüze. «Sensationell», kommentiert Stadtrat Jürg Altwegg sein erstes Abstimmungsresultat.

2009 zog an der Rudolf-Diesel-Strasse das zehnte Schuljahr («Profil») ein.
2009 zog an der Rudolf-Diesel-Strasse das zehnte Schuljahr («Profil») ein.
Enzo Lopardo

Eine leichtere Vorlage hätte sich der neue grüne Schulvorsteher kaum wünschen können für seine erste Volksabstimmung: Keine kritische Stimme im Parlament hatte Jürg Altwegg zu gewärtigen, keine Opposition bei den Betroffenen oder in der Bevölkerung.

Mit 90,6 Prozent Ja-Anteil passierte die Vorlage «Profil» an der Urne nun noch deutlicher, als vielleicht zu erwarten war. «Es gibt ja die Faustregel: 20 Prozent Nein hat man immer», sagt Altwegg nach Bekanntgabe des Resultats am Telefon. So gesehen sei das Resultat sensationell: «Besser konnte ich es mir gar nicht wünschen.»

Die Stadt kann nun wie geplant das Schulhaus an der Rudolf-Diesel-Strasse 10 im Industriegebiet in der Grüze von der Eigentümerfamilie erwerben. Die Verträge sind bereits vorab unterzeichnet worden, so Altwegg, mit Vorbehalt der Zustimmung des Stimmvolkes. Der Kauf ist nun nur noch eine Formsache; es gilt noch eine Beschwerdefrist sowie Notariatsfristen abzuwarten. «So schnell wie möglich» erfolge der Erwerb nun, sagt Altwegg, das bedeute «in ein paar Monaten».

Kauf verringert Kosten

Mit dem Kauf verringern sich nach Angabe der Behörden unter dem Strich die Kosten für das Schulhaus in der Grüze, das mehr wie ein Bürohaus aussieht als wie eine Schule. Die heutigen Mietkosten liegen bei 747 000 Franken jährlich, in Zukunft sollen die jährlichen Kosten rechnerisch bei 616 000 Franken liegen.

Das Schulhaus mit 46 Zimmern wird weiterhin für 10. Klassen (Berufsvorbereitungsjahr für schwächere Schüler) verwendet. Auf den Schulbetrieb hat die Abstimmung keine Auswirkungen, wie Jürg Altwegg sagt: «Für die Lehrer und die Schüler ändert sich nichts.»

Obwohl sich niemand öffentlich gegen den Erwerb stellte, wurde die Abstimmung am Sonntag wegen des hohen Kaufbetrags von 12,5 Millionen Franken nötig. Laut der städtischen Gemeindeordnung unterstehen neue einmalige Ausgaben von über fünf Millionen Franken dem obligatorischen Referendum.

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