Winterthur

21 neue Plätze für Kinder mit Auffälligkeiten

21 Jugendliche und verhaltensauffällige Kinder gehen in die Kleingruppenschule Seen. Deren Platzzahl soll nun verdoppelt werden. Weil in Seen Platznot herrscht, werden jetzt uralte Pavillons in Oberi wieder flott gemacht.

Schulpavillons am Stofflerenweg in Oberwinterthur stehen seit zwei Jahren leer. Hier soll die neue Primarstufe der Kleingruppenschule untergebracht werden. Bild: Archiv, Peter Würmli

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Die Kleingruppenschule im alten Dorfschulhaus von Seen existiert seit gut zwanzig Jahren. 21 Jugendliche im Sekundarschulalter gehen dort in drei altersdurchmischten Gruppen zur Schule. Für Primarschulkinder mit Verhaltensauffälligkeiten fehlte in Winterthur bisher ein entsprechendes Sonderschulangebot.Dies wird sich nun ändern, wie das Schuldepartement gestern mitteilte. Die Kleingruppenschule wird um 21 Plätze erweitert, aller­dings nicht in Seen, wo kein Platz dafür sei, sondern in Oberwinterthur. 14 Kinder müssen ­damit ab Mitte 2019 nicht mehr nach Kleinandelfingen, Bülach oder sonst wohin gefahren werden. Diese Schultransporte seien belastend für manche Kinder, heisst es in der Mitteilung, und Stadtrat Jürg Altwegg (Grüne) ergänzt: «Die Transportkosten betragen rund 200 000 Franken pro Jahr, das sparen wir künftig ein.»

Möglich wird die Neuerung, weil der Kanton in seiner Planung der Sonderschulplätze deren Zahl für die Kleingruppenschule Seen verdoppelt hat. «Das kommt unseren eigenen Plänen entgegen», sagt Altwegg. Sein Departement versucht seit Jahren, die steigenden Sonderschulkosten in den Griff zu bekommen.

Provisorium in alten Pavillons

Die neue Primarstufe wird, wie erwähnt, provisorisch in Oberwinterthur angesiedelt. Die Stadt richtet dafür die 50 Jahre alten Pavillons am Stofflerenweg wieder her. Diese stehen seit der Eröffnung des Schulhauses Zinzikon vor zwei Jahren leer und sind eigentlich am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Doch fürdie neue Stufe der Kleingruppenschule werden sie nun doch noch mal instand gestellt. Der Stadtrat hat 100 000 Franken für die Projektierung bereits bewilligt. Die Sanierung wird in etwa eine Million kosten. Diese Lösung unter einem organisatorischen Dach, aber an zwei Standorten, soll gemäss Altwegg fünf bis zehn Jahre Bestand haben: «Was dann sein wird, wissen wir noch nicht.» Der Stadt entstünden keine Mehrkosten gegenüber heute, versichert das Schuldepartement.

(mgm)

Erstellt: 06.12.2018, 11:23 Uhr

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