Ausbau

Kletterparadies: Ein Herzensprojekt wurde zum kommerziellen Erfolg

Vor fünf Jahren eröffnete die Kletterhalle 6aplus ihre Tore. Die Betreiber und der städtische Sportamtchef feiern eine Erfolgsgeschichte.

Letzte Arbeiten in den neuen Boulder-Räumen. 6aplus-Mitgründer Simon Riediker führt durch den Erweiterungsbau.

Letzte Arbeiten in den neuen Boulder-Räumen. 6aplus-Mitgründer Simon Riediker führt durch den Erweiterungsbau. Bild: Enzo Lopardo

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Pünktlich zum Jubiläum erweitern die Gründer und Betreiber auf dem ehemaligen Rieterareal in Töss die bereits 2200 Quadtratmeter grosse Sportanlage. Ab sofort gehören zusätzliche Räume zum Bouldern (Klettern auf Absprunghöhe) sowie Trainings- und Schulungsräume zum neuen Angebot. Ausserdem dürfen sich Kinder auf ein neues, zweistöckiges Spielparadies mit – natürlich – Klettermöglichkeiten freuen.

Die Kletterhalle wurde mit Räumen zum Bouldern und Schulungsräumen ergänzt.

Die Kletterhalle 6aplus habe sich zu einer Marke in der Schweizer Klettersportszene entwickelt, sagt Mitgründer Simon Riediker. So biete sie im Gegensatz zu anderen Anbietern für alle Bedürfnisse etwas: für Profis, für Neulinge, für Kinder, für Sportvereine oder den Schweizer Alpen Club SAC sowie für Schulklassen. Weil sie sich bewusst im Breitensport etabliert hätten, reiche das Alter der Kundschaft von 2 bis 82 Jahre, sagt Riediker. Den Profis werde es aber nie langweilig an den bis zu 17 Meter hohen Wänden mit insgesamt 16000 Haltegriffen. «Regelmässig werden die Kletterrouten auf allen Schwierigkeitsgraden umgestaltet, sodass stets neue Kletterpartien möglich sind.»

Ausbau ohne Hilfe der Stadt

Dave Mischler, Sportamtchef der Stadt Winterthur, ist voll des Lobes für die Betreiber: «Wir erleben hier eine grossartige Mischung aus Leidenschaft und Professionalität. Für die Stadt Winterthur ist es eine enorme Bereicherung, ein Sportangebot dieser Qualität zu haben.» Dank dieser Besonderheit verkaufe die Stadt den «Sportpass Climb» mit Eintrittsvergünstigungen auf alle städtischen Sportanlagen sowie die private Kletterhalle. Er freue sich sehr, mit seinen eigenen kleinen Kindern die verschiedenen Parcours zu erkunden.

Den auf rund eine halbe Million Franken geschätzten Erweiterungsbau können die Betreiber mit eigenen Mitteln und einem Unterstützungsbeitrag des kantonalen Lotteriefonds finanzieren. Ein Unterstützungsbeitrag der Stadt ist nicht nötig. Das zum Start von 6aplus erteilte Darlehen ist längst zurückbezahlt. Die Stadt beteiligt sich finanziell lediglich an den Kosten für die Vergünstigungen für Schulklassen. «Die Halle 6aplus ist auch ein kommerzieller Erfolg», freut sich Mischler.

In der Halle werden täglich 160 Eintritte verzeichnet, insgesamt rund 60000 Eintritte pro Jahr. Im Winter kommen doppelt so viele Leute wie im Sommer. Die Zahlen seien seit dem vierten Betriebsjahr stabil, so Riediker. Winterthur ist eine von mehreren Halle in in der grösseren Umgebung. So gibt es Angebote in Uster, Volketswil, Schaffhausen oder St. Gallen. «Ein gewisser Konkurrenzkampf ist in der Branche spürbar», sagt Riediker. «Doch unsere Kundschaft kommt mehrheitlich aus der Region Winterthur, sodass wir in der komfortablen Lage sind, nicht um auswärtiges Publikum buhlen zu müssen.» Unfälle gebe es übrigens nur wenige: Bloss zweimal pro Jahr müsse die Ambulanz anrücken, sagt Riediker.

Erstellt: 11.09.2019, 17:19 Uhr

Neueröffnung

Die Neueröffnung am kommenden Samstag fällt mit den Zürcher Klettermeisterschaften zusammen. Auch internationale Athletinnen und Athleten treten an.

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