Winterthur

Lidl will neue Massstäbe setzen

Töss Morgen eröffnet Lidl Schweiz die zweite Filiale in Winterthur. Der Laden In der Au ist der Prototyp einer neuen Generation.

Die 106. Lidl-Filiale hat 550 000 Franken mehr gekostet als die anderen.

Die 106. Lidl-Filiale hat 550 000 Franken mehr gekostet als die anderen. Bild: jb

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«Future Store» heisst das Konzept, nachdem Lidl Stück für Stück alle 106 Schweizer Filialen umgestalten will. Schon die kostenlose Schnellladestation für Elektroautos auf dem Parkplatz macht klar, was das bedeuten soll. Im Eingangsbereich eine grosse Ansicht von Winterthur und das Bekenntnis zum Klimaschutz. Auf dem Bildschirm informiert ein Film über die Entstehung des schädlichen CO2 und die Klimaziele von Lidl. Auch darüber, wie viel Strom die Fotovoltaikanlage auf dem Dach schon geliefert hat, kann man sich informieren.

50 Prozent weniger Strom

Energieeffizienz war auch beim Bau im Minergie-Standard ein grosses Thema. Das Gebäude wird durch die Abwärme aus den Kühlanlagen beheizt, die Anlage ist energieoptimiert und bedarfsgerecht gesteuert. Das neue Filialkonzept soll über 50 Prozent weniger Strom verbrauchen als die bisherigen Standardfilialen. Neben der Umwelt will Lidl Schweiz mit dem neuen Konzept auch die Bedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern in den Mittelpunkt rücken.

Pausenraum mit Terrasse

Für die 15 bis 20 Mitarbeitenden der Filiale wurde im oberen Stock ein gemütlicher Pausenraum mit Terrasse und Küche geschaffen. Auch das Büro des Filialleiters Marcello Kaufmann wirkt geradezu mustergültig und nicht wie eine Abstellkammer, wie es sonst oft üblich ist. Damit niemand vergisst, wo er arbeitet, hängen auch hier grosse Fotos von Winterthur. Angenehm für viele Kunden ist sicher die Gewissheit, dass es im Laden WCs und einen Wickeltisch gibt.

Optisch überrascht der Bau. Die hohe Glasfront lässt den Laden grosszügig und hell wirken, nichts wirkt vollgestopft. Hinter der Tür wird man vom Duft frischen Brotes empfangen, daneben die Gestelle mit frischem Obst und Gemüse, genau wie man es von Migros oder Coop kennt.

Lokale Unternehmen

Dann folgen die Gestelle mit Convenience-Food, das heisst Sandwiches, frische Säfte und Salate, an der Stirnseite die Kühltheken mit Fleisch- und Milchprodukten. Davor die Auslage der Non-Food-Aktionen, die zweimal wöchentlich wechseln. Ungefähr die Hälfte des Sortiments bei Lidl ist Markenware, der Rest sind günstigere Eigenprodukte.

Das Grundstück für den Standort konnte Lidl von Rieter kaufen, Baubeginn war im November. 5,1 Millionen hat der Bau der Musterfiliale gekostet, davon ist ungefähr die Hälfte an lokale Unternehmen geflossen, hiess es beim gestrigen Filialrundgang.

(Landbote)

Erstellt: 25.05.2016, 09:32 Uhr

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