Winterthur

Lobbyarbeit in Sachen lokaler Kultur

Die Kulturförderung der Stadt gesetzlich verankern, Kulturfinanzierung sichern und mehr Sichtbarkeit: Diese Anliegen standen 2018 bei der Kulturlobby im Fokus.

An der dritten Generalversammlung der Kulturlobby Winterthur waren am Dienstag rund 50 Mitglieder anwesend.

An der dritten Generalversammlung der Kulturlobby Winterthur waren am Dienstag rund 50 Mitglieder anwesend. Bild: PD

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Der Verein Kulturlobby Winterthur, ein Zusammenschluss aller relevanten Kulturorganisationen in der Stadt, hat eben seinen dritten Jahresbericht vorgelegt und kommt darin zum Schluss: Die Kulturlobby entwickle Wirkung und ihre Arbeit werde geschätzt. Um diese Einschätzung zu belegen, werden im Jahresbericht verschiedene Ereignisse und Entscheidungen aufgeführt: Der Begriff Kultur ist einer der meistgebrauchten im Legislaturprogramm des Stadtrats. Im kommenden Herbst wird bei der Stadt eine neue Kulturmarketingstelle geschaffen und mit Laura Bösiger besetzt, der früheren Chefin der Musikfestwochen. Und die Kulturstadt Winterthur schneidet in einem Bericht von Avenir Suisse im Bereich Kultur und Freizeit sehr gut ab, nämlich landesweit an vierter Stelle.

Die Kulturlobby ortet in ihrer Kurzanalyse der gegenwärtigen Situation aber auch Mankos: Bezüglich Arbeitsplätzen in der Kulturbranche, auch das ist eine Aussage aus der Studie von Avenir Suisse, schneidet Winterthur gar nicht gut ab. Das zeige, so die Kulturlobby, «wie sehr die Kulturstadt Winterthur von Freiwilligenarbeit und entsprechend geringen Budgets lebt». Dass die Kulturbudgets der öffentlichen Hand wieder grösser werden, das ist eines der Hauptanliegen der Kulturlobby. Ganz konkret gehts auf kantonaler Ebene darum, die freien Mittel der Kulturförderung wieder ins Budget aufzunehmen. Diese Fördergelder werden derzeit und bis Ende 2021 dem Lotteriefonds entnommen, so hatte es der Kantonsrat 2015 beschlossen. Die Kulturlobby Winterthur fordert nun gemeinsam mit ihrer kantonalen Partnerorganisation, dass diese freien Kulturfördermittel ab 2022 wieder ordentlich im Staatshaushalt und im Budget aufgenommen werden.

A propos Politik: Vor den letzten Winterthurer Gemeinderats- und Stadtratswahlen 2018 hatte die Kulturlobby eine ganze Reihe Kurzinterviews mit Kandidierenden zu Kulturthemen gemacht und als Videofilmchen online gestellt. Manche sind ganz amüsant geraten, besonders empfehlenswert ist der 40-Sekunden-Zusammenschnitt auf der Homepage der Kulturlobby. (mgm)

Erstellt: 15.05.2019, 13:26 Uhr

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