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Eine Task-Force fürs Schulhaus Brühlberg – ohne Präsident Müller

Ein Duo aus zwei Schulpflegern soll das Krisenschulhaus Brühlberg wieder in ruhigere Gewässer führen. Der oft kritisierte Schulpflegepräsident Felix Müller nimmt sich zurück, betont aber, das Dossier verbleibe bei ihm.

Mahnwache der Eltern vor der Sitzung der Kreisschulpflege im St.Georgen Schulhaus am Dienstagabend - Felix Müller eilte durch den Hintereingang an die Sitzung.
Mahnwache der Eltern vor der Sitzung der Kreisschulpflege im St.Georgen Schulhaus am Dienstagabend - Felix Müller eilte durch den Hintereingang an die Sitzung.
Madeleine Schoder

Im Rahmen einer ausserordentlichen Sitzung hat die Kreisschulpflege Stadt-Töss am Dienstagabend das weitere Vorgehen an der Schule Brühlberg besprochen. Dort gilt es bis nach den Sommerferien Ersatz für neun Lehrkräfte zu finden, die gekündigt haben. Der Massen-Exodus hatte zu massiver Kritik an der Schulleitung und an Schulpflegepräsident Felix Müller geführt, auch aus den Reihen der Schulpflege-Mitglieder. Eine erste Sonder-Sitzung vor Wochenfrist war tumultös verlaufen.

In der am Mittwochmittag verschickten Mitteilung betont Präsident Müller, die Beschlüsse seien «einstimmig» gefällt worden. Verabschiedet worden sei ein konkreter Massnahmenkatalog für das Schulhaus sowie eine «darauf basierende Umsetzungsplanung». Damit sei der Weg geebnet für den Erneuerungsprozess im Brühlberg.

«Müller nimmt sich zurück

Das Kernelement des Massnahmenkatalogs sei die Bildung einer zweiköpfigen «Taskforce Brühlberg», bestehend aus Beat Meier (Vize-Präsident) und Iris Brom (zweite Vizepräsidentin). Zentrale Aufgabe dieser Taskforce sei es, geeignetes Personal zu rekrutieren.

Müller selbst ist nicht Teil der Task-Force. In seiner Medienmitteilung betont die Kreisschulpflege, dass er das Dossier Brühlberg weiterhin verantworte. Er habe die «operative Umsetzung» aber delegiert. Dies, wie Müller schreibt, angesichts der «emotionalen Diskussionen» um seine Person, und um den «schon weit gereiften Entwicklungsprozess nicht weiter mit politischen Aspekten zu belasten».

Müller behält das Vetorecht

In der Praxis bedeutet das, dass Meier und Brom die anfallenden Arbeiten an der Schule Brühlberg selbständig an die Hand nehmen, Müller wichtige Entscheidungen aber jeweils absegnen muss. «Dazu bin ich von Amtes wegen auch verpflichtet», sagt er. Dass er sich weiterhin in der Pflicht sieht, hatte Müller schon in einem Interview mit dem «Landboten» am Samstag betont, wo er sich gegen die Darstellung verwehrte, er sei von seinen Behördenmitgliedern entmachtet worden.

«Es ist im Sinn der Sache, den an sich schon weit gereiften Entwicklungsprozess nicht weiter mit politischen Aspekten zu belasten»

Aus der Medienmitteilung der Kreisschulpflege Stadt-Töss

Die Elternvereinigung Brühlberg sieht die Task-Force als Schritt in die richtige Richtung. Sie kritisiert aber, dass seit den Kündigungen sechs Wochen verstrichen sind und die Stellen immer noch nicht ausgeschrieben sind. «Wir machen uns ernsthafte Sorgen, ob rechtzeitig geeignete Lehrpersonen gewonnen werden können», sagt ihr Sprecher, Marcel Vosswinkel.

Elternabend am Montag

Am kommenden Montag, 15. Mai, will Müller die betroffenen Eltern an einem Elternabend persönlich über die beschlossenen Massnahmen und Zukunftspläne der Schule Brühlberg informieren. Am Tag darauf soll im Rahmen einer Medienkonferenz auch die Öffentlichkeit informiert werden.

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