Wolfensberg

Ein neues Zuhause für Amphibien

Wo früher ein Reservoir stand, finden sich heute zwei Naturteiche. Sie sollen die Gegend ökologisch aufwerten. Bereits gelang es, Gelbbauchunken anzulocken.

Die neuen Ökoweiher werden durch lokal anfallendes Regenwasser gespiesen und können auch mal austrocknen. Bild: PD

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Wer auf der Wolfenbergstrasse Richtung Wald spaziert, hat die Weiher womöglich schon bemerkt. Sie haben zwar nur eine Fläche von 80 beziehungsweise 20 Quadratmetern und wirken eher wie grosse Pfützen, doch sie erfüllen einen Zweck. Die neu geschaffenen Weiher sollen einen Mehrwert für die Natur bieten. Konkret bedeutet dies, dass man Lebensräume schaffen will, beispielsweise für Amphibien, wie Urs Buchs, Bereichsleiter Technik, Gas und Wasser, von Stadtwerk erklärt. Erste Erfolge zeigen sich bereits: «Ein Mitarbeiter hat eine Gelbbauchunke mitsamt Gelege gesichtet.»

Schwacher Wasserdruck

Bis im April stand an dieser Stelle noch das Reservoir Wolfensberg. Dieses wurde 1937 im Zusammenhang mit dem Schwimmbad Wolfensberg erstellt und aus dem Grundwasserpumpwerk am Knorrenweg versorgt. In den sechziger Jahren übernahm die städtische Wasserversorgung das Reservoir. Allerdings war es sanierungsbedürftig und der Wasserdruck zu schwach. Im Oktober 2018 nahm Stadtwerk Winterthur es deshalb ausser Betrieb, im April 2019 baute Stadtgrün Winterthur das Gebäude zurück.

Laut Buchs hingen nur zwei Brunnen sowie die Wohnung des Bademeisters am Reservoir. Auf einen Wiederaufbau wurde deshalb verzichtet. Als Ersatz baute Stadtwerk eine Druckerhöhungsanlage, welche die Kundschaft im Gebiet direkt mit Wasser versorgt. Nach dem Abbruch des Reservoirs blieb eine Grube im Erdreich zurück, die genutzt wurde, um die Naturteiche zu bauen. Die Kosten für den Rückbau betrugen 33000 Franken.

Umgebung wird noch grün

Gespiesen werden die Weiher durch lokal anfallendes Regenwasser, es ist also durchaus möglich, dass sie auch mal austrocknen. Zum Plantschen sind die maximal einen Meter tiefen Tümpel eher nicht geeignet. «Sie sind nicht als Badeteich gedacht, sondern als ökologische Aufwertung», sagt Buchs.

Noch ist die Umgebung ziemlich karg, doch bald soll dort wachsen, was im Wald so wächst. Bild: PD

Noch sieht die Umgebung eher wie eine Baustelle aus. Doch schon bald soll dort wieder Grün spriessen. «Es wird wachsen, was ohnehin im Wald wächst.»

Wasser im Hitzesommer

Aktuell unterhält und betreibt Stadtwerk dreizehn Wasserreservoire. Sie dienen dazu, kurzfristige Verbrauchsschwankungen auszugleichen und den Wasserdruck auf konstantem Niveau zu halten. In der Medienmitteilung schreibt Stadtwerk, man investiere laufend in den Unterhalt der Reservoire, damit die Trinkwasserversorgung auch in einem Hitzesommer wie beispielsweise 2018 gesichert bleibe.

Erstellt: 12.08.2019, 11:17 Uhr

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