Winterthur

Stadtrat erteilt bürgerlichem Lädeli-Anliegen eine Abfuhr

Eine FDP-Politikerin möchte, dass der Stadtrat im Kampf gegen das Lädelisterben das Gewerbe fördert. Der Stadtrat zeigt sich jedoch zurückhaltend.

Steht seit kurzem leer: Das Ladenlokal am Untertor 1, in dem Mango beheimatet war.

Steht seit kurzem leer: Das Ladenlokal am Untertor 1, in dem Mango beheimatet war. Bild: Marc Dahinden

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Noch immer finden sich in der Altstadt viele leere Ladenflächen. Zuletzt schloss das Kleidergeschäft Mango am Untertor 1. So dürfe es nicht weitergehen, findet FDP-Gemeinderätin Yvonne Gruber. In einer schriftlichen Anfrage will sie vom Stadtrat wissen, ob er bereit sei, Läden zu unterstützen und die Gebühren für die Nutzung des öffentlichen Raums zu reduzieren.

Der Stadtrat erteilt diesem Anliegen jedoch eine Abfuhr. Die erwähnten Gebühren hätten gar keinen Zusammenhang mit dem Verschwinden der Geschäfte. Da seien andere Faktoren entscheidend wie etwa der Onlinehandel. Zudem könne man nicht isoliert nur für das Gewerbe die Gebühren reduzieren. Der Stadtrat versichert weiter, Benützungsgesuche für den öffentlichen Grund würden stets «sehr wohlwollend» geprüft und man ermögliche auch individuelle Lösungen. Ebenfalls abschlägig beantwortet der Stadtrat die Bitte nach mehr Parkplätzen. Gruber hält fest, in den letzten Jahren seien zahlreiche oberirdische Parkplätze aufgehoben worden.

Das stellt der Stadtrat zwar nicht in Abrede. 475 öffentliche Abstellplätze seien verschwunden. Den grössten Teil habe man jedoch in Parkhäusern kompensiert. Er glaubt, es gebe in der Altstadt genügend Parkplätze, und sie seien auch praktisch nie voll ausgelastet. Statistiken würden zudem zeigen, dass für Einkäufe im Zentrum andere Verkehrsmittel wichtiger seien als das Auto. Die Bevölkerung setzte vor allem aufs Velo oder erledige die Einkäufe zu Fuss.

Erstellt: 05.03.2019, 17:41 Uhr

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