Winterthur

Mehr Platz, mehr Charme und ein kleiner Gewinn

Die Musikfestwochen schauen auf ein schönes Festival zurück und legen einige Zahlen offen. Das Risiko, Verlust zu machen, bleibt gross, der Gewinn ist gering.

Ein voller Erfolg: Die Musikfestwochen 2017.

Ein voller Erfolg: Die Musikfestwochen 2017. Bild: Heinz Diener

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Der eben veröffentlichte Jahresbericht des Vereins Musikfestwochen lässt die Klänge und die Wärme des letztjährigen Festivals noch einmal spüren: Den frechen Auftritt des jungen Zürcher Musikers Faber, den Sommersturm am 18. August, die Begegnungen und die grandiose Esstribüne gleich neben dem Stadtkirchenchor.

«Der Aufwand hat sich gelohnt.»

Diese Terrasse und die Food-Theken in deren Bauch nennen die Festivalmacher «Die Schlemmerei» und werten diese selber als Erfolg: «Der Aufwand hat sich gelohnt.» Leidtragende waren die Leute von El Tipico, die als Köche und Caterer 25 Jahre lang fix zum Festival gehörten und sich nun denfinitiv entschieden haben, in Zukunft nicht mehr mitzutun.

Auf 750 Helferinnen und Helfer kann das 35-köpfige OK nach wie vor zählen; ohne sie gäbe es längst keine Musikfestwochen mehr.

Das Risiko ist riesig gross

Zu den Finanzen sagt der Jahresbericht 2017 Folgendes: Die Aufwendungen betrugen über 2,2 Millionen; den Gewinn von 39 251 Franken legt man für schlechte Tage zur Seite. Rund zwei Drittel der Einnahmen kommen aus der Gastronomie und vom Ticketverkauf der Bezahlkonzerte.

200 000 Franken steuert die Stadt bei und 60 000 der Kanton. Die grösste Gefahr sei immer das Wetter: Ist es nur schlecht, seien die Gastroeinnahmen 400 000 Franken tiefer als bei warmem Wetter. Bei den Tickets mache der Wetterunterschied bis zu 200 000 Franken pro Abend aus.

Das Gesamtrisiko sei im Vergleich zum Budget generell hoch, konstatiert der Jahresbericht. Auch beim Booking der Bands sei «das Risiko, Verlust zu machen klar grösser als die Chance, Gewinn zu schreiben». (Der Landbote)

Erstellt: 07.03.2018, 16:03 Uhr

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