Winterthur

Mehr Schulraum für Iberg

In Sennhof und den Aussenwachten werden in den nächsten Jahren viele ­Familien zuziehen. Vorerst will die Stadt keinen zusätz­lichen Schulraum erstellen, auf lange Frist plant manjedoch ein Schulhaus in Iberg.

In Iberg ziehen viele Familien zu. Ein neues Schulhaus in der Weierweid soll Raum schaffen und die heutigen Provisorien ersetzen.

In Iberg ziehen viele Familien zu. Ein neues Schulhaus in der Weierweid soll Raum schaffen und die heutigen Provisorien ersetzen. Bild: Madeleine Schoder

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Im Dezember schlugen die Schulleitung Sennhof und die Zentralschulpflege Alarm. Im Schulhaus werde der Platz knapp. Dies bestätigt nun die aktualisierte Schulraumprognose: Die Firma Eckhaus, welche die Vorhersage 2016 erstellt hatte, prognostiziert nun für Sennhof und die Aussenwachten kurzfristig eine Klasse mehr als bisher, ab 2020 zwei Klassen mehr und 2023/24 gar drei Klassen mehr als in der ursprünglichen Variante.

 «Jetzt ist auch anhand der Zahlen klar, dass Lösungen gesucht werden müssen.» Ruedi Ehrsam,
Kreisschulpflege Seen-Mattenbach

So soll es 2023/24 im Gebiet Schulraum für 19,6 Schulklassen brauchen. Aktuell sind es inklusive Kindergarten in Sennhof und den Aussenwachten insgesamt 17 Klassen. Ab 2025 soll laut Eckhaus die Klassenzahl eher abnehmen.

Bedarf nachgewiesen

Angeregt hatte die Nachrechnung die Kreisschulpflege Seen-Mattenbach. Präsident Ruedi Ehrsam ist froh, dass der Bedarf nun nachgewiesen ist. «Jetzt ist auch anhand der Zahlen klar, dass Lösungen gesucht werden müssen.»

Stadtrat Jürg Altwegg (Grüne) glaubt jedoch, dass zumindest in Sennhof der bestehende Raum ausreicht: «Es sollte möglich sein, den vorhandenen Platz besser zu nutzen.» Vor kurzem fand ein Rundgang durch das Schulhaus statt mit der Schulleitung und dem Präsidenten.

«Es sollte möglich sein, den vorhandenen Platz besser zu nutzen.»Jürg Altwegg, 
Stadtrat

Laut Ehrsam zeigte sich dabei, dass sich durch kleine Rochaden und Eingriffe Räume schaffen lassen: «Wir könnten beispielsweise ein Fachlehrerzimmer durch Raumanpassungen verschieben und so ein Zimmer gewinnen. Zudem liessen sich in den weiten Treppenhäusern Gruppenräume schaffen.»

Ob das ausreicht, hängt nicht zuletzt davon ab, was mit jenen Kindern geschieht, die in der geplanten Überbauung auf dem Areal der ehemaligen Spinnerei Bühler auf der anderen Seite der Töss einziehen werden. Da das Land offiziell zu Illnau-Effretikon gehört, kann es sein, dass die Kinder mit dem Bus nach Kyburg fahren müssen. Dies vor allem dann, wenn das Schulhaus Sennhof bereits voll ist.

Lange Planungszeit

Aber nicht nur Sennhof wächst. Auch in den Aussenwachten wird weiter gebaut. «Es ziehen viele Familien zu», sagt Ehrsam. Das Update der Schulraumprognose sieht Handlungsbedarf. Gemäss Jürg Altwegg will die Stadt deshalb in der Weierweid bei Iberg, wo heute ein älteres Provisorium steht, ein Schulhaus planen.

Konkretes gibt es noch nicht zu vermelden. Es handelt sich erst um eine Absicht. Altwegg rechnet mit einem Zeithorizont von rund 10 Jahren. Ehrsam begrüsst die Pläne: «Es braucht Schulraum und dringend auch eine Turnhalle.»

Theoretisch wäre auch denkbar, dass Kinder aus Sennhof in Iberg zur Schule gehen und umgekehrt, je nach Raumsituation. Das kommt teils heute schon vor. «Wenn möglich vermeiden wir das, aber es gibt Situationen, in denen man keine andere Wahl hat», sagt Ehrsam.

(Der Landbote)

Erstellt: 11.01.2018, 18:21 Uhr

Sennhof und Aussenwachten

Neu zwei Schuleinheiten

Bislang waren Sennhof und die Aussenwachten in einer Schuleinheit zusammengefasst. Die Zentralschulpflege hat nun im Dezember einen Antrag der Kreisschulpflege Seen-Mattenbach genehmigt, auf das Schuljahr 2018/19 daraus zwei Schuleinheiten zu schaffen.

Gemäss Kreisschulpflegepräsident Ruedi Ehrsam war es teils schwierig, die unterschiedlichen Kulturen der relativ weit auseinanderliegenden Schulen zusammenzuführen. Eine Evaluation habe ergeben, dass es am besten sei, die Einheiten zu trennen und zwei Schulleitende einzusetzen. Nur die Betreuung bleibt in Sennhof konzentriert.

Die Trennung soll es ermöglichen, aus Sennhof eine Quims-Schule (Qualität in multikulturellen Schulen) zu machen. Schulen mit einem hohen Anteil Fremdsprachiger können zusätzliche Angebote zur Verfügung stellen und erhalten vom Kanton Beiträge.

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