Breitensport

Mit Spass an der Bewegung antreten

1300 Kinder und Jugendliche rannten, sprangen, hüpften und turnten an den kantonalen Jugendsporttagen in Hegi herum. Im Vordergrund steht an diesen Tagen der Teamgeist.

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Zeig mir deine Trainingsjacke und ich sage dir, von wo du kommst: Das dürfte an den ­kantonalen Jugendsporttagen in Hegi ein leichtes Spiel sein. ­Rikon, Aesch, Wiesendangen, Nänikon, Bonstetten, Birmensdorf, Räterschen oder Urdorf ist beispielsweise auf dem Rücken der Sportler zu lesen. Einige Turnvereine haben sogar ein richtiges Lager aufgeschlagen. Mit Fahnen markiert, hat sich zum Beispiel der Verein aus Aesch ein Platz auf dem Areal des Schulhaus Neuhegi gesichert. Und die Turner aus Birmensdorf haben ihr Revier auf der Wiese des Eulachparks mit einem Pavillion mit der Aufschrift «TV Birmensdorf» gekennzeichnet.

Veranstaltung an fünf Orten gleichzeitig

An fünf verschiedenen Orten turnen insgesamt 7000 Kinder und Jugendliche bei den kantonalen Jugendsporttagen. In Brütten, Dägerlen, Effretikon, Rüti und Hegi treten sie in vier verschiedenen Kategorien an. ­«Barren- und Bodenturnen mag ich am liebsten», sagt Julia vom Turnverein Räterschen. Die 15-Jährige nimmt schon seit sie sieben Jahre alt ist an den Jugendsporttagen teil. «Es war immer ein super Erlebnis», meint sie. Darum mache es sie etwas traurig, dass sie dieses Jahr zum letzten Mal teilnehmen darf. Denn bei den Jugendsporttagen können nur Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre mitmachen.

Julia turnt jedoch nicht nur mit, sie steht auch als Helferin hinter dem Getränkestand. Denn der Turnverein Hegi wird bei der Organisation von den Kollegen aus Räterschen unterstützt. «Ich finde es super, dass ein solcher Anlass jetzt in Hegi stattfindet», sagt Marco Baumann. Er ist Bauchef und schaut, dass alles steht und am Ende wieder verräumt wird. Hegi habe nicht viele Möglichkeiten, einen Anlass mit 1300 Teilnehmern durchzuführen. Weil man dieses Jahr das Areal des Schulhauses Neuhegi mit dem Eulachpark zusammen nutzen kann, gehe es aber problemlos.

Man feuert sich gegenseitig an

«Früher habe ich selbst mit­gemacht, und jetzt turnt unsere Jugend», sagt Bauchef Baumann. Die Teilnehmer feuern sich gegenseitig an: «Hopp, hopp», rufen Kinder ihren Kolleginnen zu, die gerade den Fittness­parcour absolvieren. Slalom zwischen Stäben hindurch, auf einem Bein hüpfen, über Schwedenkasten springen und am Ende ein Spurt. Schnaufend fallen sie sich im Ziel in die Arme.

«Nicht immer sind alle Kinder mit ihrer Leistung zufrieden», sagt eine Leiterin des Turn­vereins Urdorf. Deswegen ge­höre auch das Aufmuntern zu ihren Aufgaben. Ihre Jungs sind gerade mit Hochsprung dran. «Los, Pascal, durezieh», rufen ihm ­Kollegen zu. «Das war ja mega weit», kommentiert einer. Doch Pascal ist, wie sich zeigt, mit seinem Sprung - 4,47 Meter - nur mässig zufrieden.

Um ihre Kinder zu unter­stützen, sind auch einige Eltern angereist. «Eigentlich müssten wir gar nicht hier sein», sagt eine Mutter aus Birmensdorf, die mit ihrem Mann als Fan der drei Kinder hier ist: «Die beiden Grösseren bekommen wir nie wirklich zu Gesicht.» «Und wenn, dann nur als Geldgeber für das ­Mittagessen», ergänzt der Ehemann lachend.

Sport macht durstig - wie man sieht

Sportler brauchen viel Energie - das wird deutlich, wenn man sich auf dem Schulareal umsieht. Kinder in Trainingsanzügen ziehen Leiterwagen mit Getränken hinter sich her: Coca-Cola, Elmer Citro, Fanta und ein paar Flaschen Wasser liegen darin. «So viel Sport macht auch hungrig», tönt es aus den aufgestellten Boxen rund ums Schulhaus. «Darum könnt ihr euch an unseren ­Ständen verpflegen.»

«Mami, ich bruch es Glace», sagt ein Junge ausser Atem. Seine Mutter zückt gutmütig das Portemonnaie, drückt dem Sohn einen Fünf­liber in die Hand, schon ist dieser abgezischt. In den kurzen Pausen zwischen den Einzelwettkämpfen ist die Zeit teils knapp. «Schnell, ich muss aufs WC», ruft ein Turner aus Wiesendangen seinen Kollegen zu. Schon sprinten sie los.

«Ich möchte hier Spass mit meinen Freundinnen haben», berichtet Melina aus Wiesen­dangen, die zum zweiten Mal bei den Jugendsporttagen dabei ist. «Ein bisschen nervös bin ich ­jeweils schon», gesteht sie. Doch wenn man hier mitmache, gehe es einfach darum, sein Bestes zu geben.

Erstellt: 19.05.2019, 18:37 Uhr

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