Seen

Mitte-links will den Kreisel entschärfen

Eine Koalition aus Links- und Mitteparteien will den Stadtrat zwingen, den Kreisel an der Etzbergstrasse in Seen umzubauen. Der älteste Kreisel der Stadt gilt offiziellals Unfallschwerpunkt.

Trotz Bauarbeiten am Kreisel Seener-/Grüzefeldstrasse bleiben die wichtigsten Sicherheitsmängel bestehen.

Trotz Bauarbeiten am Kreisel Seener-/Grüzefeldstrasse bleiben die wichtigsten Sicherheitsmängel bestehen. Bild: Madeleine Schoder

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Es kracht regelmässig auf dem Kreisel, in dem die Seener-, die Grüzefeld- und die Etzbergstrasse zusammenkommen. Seit seinem Bau in den Neunzigerjahren gilt der Kreisel als zu breit und grosszügig angelegt, und er verleitet Autofahrer, ihn mit ungedrosselter Geschwindigkeit zu durchfahren. 3,7 Unfälle wurden hier zuletzt pro Jahr gezählt. Nach der einschlägigen Schweizer Norm, die seit 2015 in Kraft ist, gilt der Kreisel als Unfallschwerpunkt.

Eine Gemeinderatskoalition fordert nun eine «Behebung des Unfallschwerpunkts» und hat dafür eine Motion eingereicht. Erstunterzeichnerin ist Grünen-Gemeinderätin Renate Dürr. Sie hatte beim Stadtrat dieses Jahr bereits mit einer schriftlichen Anfrage vorsondier. Kernfrage war, ob die am Kreisel in diesem Jahr ausgeführten Werkarbeiten mit einer Sicherheitssanierung kombiniert würden. Der Stadtrat verneinte mit dem Argument, eine Verbindung der Projekte sei nicht möglich. Die Kreiselsanierung setze einen langen politischen Prozess voraus, diese sei darum erst mittelfristig ins Auge zu fassen.

Die Absage ärgerte Dürr und andere Gemeinderatsmitglieder. Umso mehr als der Stadtrat seit Jahren über die Sicherheitsmängel im Bild ist. 2015 hatte er im Vorfeld der Werkleitungsarbeiten sogar selbst ein Gutachten zur Sicherheit in Auftrag gegeben und fand die auch schon vorher bekannten Mängel bestätigt.

Die Stimmen beisammen

Wird die Motion für erheblich erklärt, ist der Stadtrat verpflichtet, ein Sanierungsprojekt auszuarbeiten und dem Parlament vorzulegen. Der Vorstoss verlangt eine Verengung der Zu- und Ausfahrten sowie der Fahrbahn. Zudem sollen Bushaltestellen am Kreisel behindertengerecht eingerichtet und auf der Südseite soll eine Schutzinsel gebaut werden.

Die Motion wird voraussichtlich eine Mehrheit finden. Nebst den Grünen unterstützen die SP, die GLP und die EVP die Motion, also jene Links-Mitte-Koalition, die im Gemeinderat in Verkehrsfragen oft bestimmt. (mcl)

Erstellt: 14.11.2017, 08:29 Uhr

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