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Gemeinsame Mechatronik-Plattform für alle MSW-Berufe

Der Stadtrat hat Eckpfeiler des Projekts «MSW 4.0» bekannt gegeben, das die Mechatronikschule in eine neue Zukunft führen soll. Die Kosten belaufen sich auf 4,6 Millionen Franken.

Die Ausbildung der Mechatronik Schule Winterthur (MSW) erfolgt neu an der Zeughausstrasse.
Die Ausbildung der Mechatronik Schule Winterthur (MSW) erfolgt neu an der Zeughausstrasse.
Archiv / Patrick Gutenberg

Weil der Stadtrat seinen Beitrag an die Mechatronikschule Winterthur (MSW) verkleinern wollte, hat er im letzten Jahr verschiedene Sparmassnahmen festgelegt, die auch der Gemeinderat abgesegnet hat. Auf dieser Grundlage hat der Stadtrat ein Projekt für den Umbau erarbeiten lassen. Es heisst «MSW 4.0» und kostet mehrere Millionen Franken.

Dies sind laut einer Medienmitteilung die Eckpfeiler:

  • Die Organisationsstruktur der Schule wird angepasst. Die Ausbildung in zwei Abteilungen realisiert: Die Abteilung «Berufsfachschule» ist weiter für die theoretischen Lehrinhalte zuständig. Zudem kümmert sie sich um die Projekt- und Labor-Ausbildung. Die «Mechatronik-Abteilung» dagegen ist für die Praxisausbildung zuständig. Unter anderem stehen Kundenaufträge und Praxiseinsätze auf dem Programm. So will man die Nähe zur Industrie sicherstellen.
  • Künftig werden an der MSW nur noch drei Berufe ausgebildet: Polymechaniker, Automatiker und Elektroniker. So wird die Zahl der Lernenden von ehemals 240 auf 180 reduziert. Um weiter zu sparen, werden die Schwerpunkte der drei Berufe zusammengefasst und unter dem Begriff Mechatronik ausgebildet. So soll es in den ersten beiden Lehrjahren berufsübergreifende Blöcke geben und im 3. und 4. Lehrjahr arbeiten die Lernenden zeitweise in der so genannten zentralen Mechatronikzelle. Dabei handelt es sich um eine Ausbildungsplattform, die mit Industriepartnern, Bildungsorganisationen und Fachhochschulen realisiert wird. MSW-Mitarbeiter sollen in zusätzlicher Arbeit das Modell ausarbeiten und die Detailplanung übernehmen. Dafür beantragt der Stadtrat 120 000 Franken. Weiter fallen 250 000 Franken für die Umsetzung der Mechatronikzelle an.

Vorstufe zur ZHAW

  • Ein strategisches Ziel ist eine Berufsmaturitätsquote von 75 Prozent. Gemäss Stadtrat Jürg Altwegg (Grüne) ist es wünschenswert, dass möglichst viele Absolventen die Berufsmaturitätsschule besuchen: «Die MSW soll zu einer Schmiede für angehende Ingenieure werden.»
  • Die Berufe Anlage- und Apparatebauer (ANAP) und Informatiker wurden schon im Sommer 2016 nicht mehr rekrutiert. Die ANAP-Lehrlinge, die ihre Ausbildung bereits begonnen hatten, konnten an das Ausbildungszentrum Winterthur (AZW) wechseln. Die Kosten im Zusammenhang mit dieser Auslagerung betragen 300 000 Franken.
  • Damit künftig alle Berufe am Standort an der Zeughausstrasse 56 unterrichtet werden können, muss das Schulgebäude umgebaut werden. Der Stadtrat beantragt dafür einen Kredit von 2,8 Millionen zulasten der Investitionsrechnung. Der Umzug von Mobiliar und Maschinen kostet weitere 200 000 Franken. Den bisherigen Standort an der Hörnlistrasse behält die Stadt. Die Liegenschaft wird als Ersatz genutzt, wenn ab 2019 das Schulhaus Mattenbach saniert wird.
  • Als Projektleiter wurde Enrico Giovanoli verpflichtet, der bereits nach Zukunftslösungen für die MSW gesucht hat. Für die Projektleitung sind Kosten von 110 000 Franken vorgesehen.

Neun Stellen weniger

Statt wie bisher 38 Vollzeitstellen für Ausbildner gibt es an der MSW künftig noch 29 Vollzeitstellen. Wenn möglich soll der Abbau durch Pensionierungen erfolgen. Kündigungen sind aber nicht ausgeschlossen. Für allfällige Abfindungen wurden 800 000 Franken errechnet.

Insgesamt ergeben sich aus dem Projekt einmalige Kosten von rund 4,6 Millionen Franken. Zudem zahlt die Stadt an die MSW jährlich einen Beitrag von 2,75 Millionen Franken.

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