Zum Hauptinhalt springen

Nach Wahlpanne: Jeder Wählerwird auf Namensliste überprüft

Obschon es allein in diesem Jahr in Winterthur drei Wahlpannen gab, schien die Stadt kaum einen dringenden Handlungsbedarf zu sehen. Doch nun ist klar: Schon nach den Wahlen vom 4. März wurde eine Taskforce eingesetzt.

Mehrarbeit an der Wahlurne, wie hier im alten Stadthaus am 15. April: Wer am 10. Juni abstimmt, muss auf einer Namensliste überprüft werden.
Mehrarbeit an der Wahlurne, wie hier im alten Stadthaus am 15. April: Wer am 10. Juni abstimmt, muss auf einer Namensliste überprüft werden.

«Nicht schon wieder», dachten wohl viele, als der Stadtrat am vergangenen Mittwoch einräumte, dass es erneut zu einer Wahlpanne gekommen ist: Die Stadt hatte zu viele Stimmunterlagen für den Urnengang vom 10. Juni versandt. Stadtpräsident Michael Künzle sprach in diesem Zusammenhang von einem Problem «an der Schnittstelle Technik - Mensch». Auf die Frage, ob man nicht spätestens jetzt eine Taskforce einsetzen müsste, um alle Abläufe und mögliche Fehlerquellen im Abstimmungsprozedere zu analysieren, gab er nur eine ausweichende Antwort. Auf nochmalige Nachfrage des «Landboten» hiess es nun gestern aus der Stadtkanzlei plötzlich, dass es eine solche Taskforce bereits gebe. «Im Nachgang zu den Wahlen vom 4. März 2018 wurde eine Projektgruppe eingesetzt, um die Fehler auszuwerten und Massnahmen zur Verhinderung ähnlicher Fehler zu erarbeiten und umzusetzen.» Dazu gehörten Massnahmen in organisatorischen, technischen und prozessorientierten Bereichen – und zur verbesserten Qualitätssicherung. Das Stimmregister ist laut der Stadtkanzlei ebenfalls in der Projektgruppe vertreten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.