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Neue Verordnung für Energie-Contracting

Der Stadtrat hat eine neue Verordnung über das Energie-Contracting ausgearbeitet. Diese beinhaltet unter anderem die Gewinnablieferung an die Stadt, die Mindestanforderung an Verträge mit der Kundschaft und die Berichterstattung über das Geschäftsfeld.

Liegenschaftsbesitzer können mit Stadtwerk Wärmelieferverträge abschliessen. Der Stadtrat hat nun eine Verordnung ausgearbeitet, wie dieses Geschäftsfeld künftig rechtlich geregelt werden soll.
Liegenschaftsbesitzer können mit Stadtwerk Wärmelieferverträge abschliessen. Der Stadtrat hat nun eine Verordnung ausgearbeitet, wie dieses Geschäftsfeld künftig rechtlich geregelt werden soll.
zvg

Das Energie-Contracting der Stadt Winterthur erhält eine neue rechtliche Grundlage. Diese regelt die Aufgaben und Befugnisse von Stadtwerk Winterthur, die Gewinnablieferung an die Stadt, die Mindestanforderungen an die privatrechtlichen Verträge mit der Kundschaft sowie die Berichterstattung.

Der Grosse Gemeinderat hatte vor der Abstimmung zum 70-Millionen-Franken-Rahmenkredit im Juni 2015 eine neue Verordnung für das Geschäftsfeld Energie-Contracting von Stadtwerk Winterthur vom Stadtrat gefordert. Diese ist nun erstellt und muss noch vom Grossen Gemeinderat beschlossen werden, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Die Leistungen des Geschäftsfelds Energie-Contracting sollen künftig möglichst gewinnbringend oder zumindest kostendeckend erbracht werden. Von den jährlichen Gesamteinnahmen werden maximal 10 Prozent an die Stadtkasse vergütet. Eine regelmässige Berichterstattung über die wichtigsten Kennzahlen erfolgt an den Stadtrat und den Grossen Gemeinderat über den Rechnungsabschluss und den Geschäftsbericht von Stadtwerk Winterthur.

Massgeschneiderte Lösungen

Das Energie-Contracting von Stadtwerk Winterthur bietet auf die Kundschaft zugeschnittene Lösungen für Planung, Projektierung, Bau, Betrieb und Finanzierung von Anlagen zur Wärme- und/oder Kälteversorgung. Start war im Jahr 2000. Heute betreuen 20 Mitarbeitende bei Stadtwerk Winterthur rund 70 Anlagen im Gebiet zwischen Zürichsee und Bodensee. Bisher wurden 63,3 Millionen Franken investiert und 1,2 Millionen Franken an die Stadtkasse vergütet. Ein grosser Teil der Arbeiten wird an private Unternehmen vergeben.

Im Zusammenhang mit der Volksabstimmung über den Energie-Contracting-Rahmenkredit war der inzwischen zurückgetretene Stadtrat Matthias Gfeller (Grüne) in die Kritik geraten. Ihm wurde vorgeworfen, er habe Informationen über finanzielle Probleme der Wärme Frauenfeld AG zurückgehalten.

Eine Administrativuntersuchung zeigte auf, dass Kadermitarbeiter von Stadtwerk Winterthur mit allen Tricks versucht hatten, das Wärme-Projekt des Unternehmens Wärme Frauenfeld AG am Leben zu halten.

SDA/huy

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