Winterthur

Nicht nur die Kinder vergnügten sich

Chilbibahnen, kulinarische Experimente, Kindervergnüngen, Leute treffen, gemütlich zusammensitzen oder am Schiessstand ins Schwarze treffen, Veltheim hat am Wochenende den Reigen der Winterthurer Quartierfeste eröffnet.

Die kleinen Festbesucher geniessen eine Karussellfahrt.

Die kleinen Festbesucher geniessen eine Karussellfahrt. Bild: Nathalie Guinand

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Für Kinder bringt so ein Dorfetbesuch jede Menge Spass. Die junge Familie ist am Samstagnachmittag extra den ganzen Weg von Oberwinterthur zu Fuss gekommen, um sich in Veltheim zu amüsieren. «Das ist bei uns schon fast Tradition», sagt der Vater. Die Atmosphäre sei besonders ­familienfreundlich. Am besten angekommen sind das Pedalo am Stand vom Elternverein und der grosse Rutschbahnturm am Stand des Abenteuerspielplatzes. Der zweieinhalbjährige Elio habe seine Mutter über das ganze Fest gejagt, bis er endlich am Stand des «Fanclubs» seine geliebten Pommes bekommen hat.

Begehrtes Feuerwehrauto

Auf Familien setzt auch der Verein Abenteuerspielplatz, der hinter dem Quartierzentrum zum Hüttenbau einlädt und die Gelegenheit nutzt, um sein geplantes Projekt beim Schützenweiher bekannt zu machen. «Wir haben eine gute Resonanz», sagt Vizepräsident Peter Leuch. Die Detailplanung für den Abenteuerspielplatz sei weit fortgeschritten, spätestens bis Ende des Sommers soll die Baueingabe erfolgen.

Im alten Feuerwehrauto ge­gen­über vom Quartierzentrum sitzt Andreas Gertsch mit Simon (3½) und Hanna (1½). Alle drei spielen begeistert an den vielen Knöpfen und Hebeln des Jeeps. Mutter Mirjam fotografiert derweil. Bevor die Kinder da waren, hat das Paar direkt im Dorfkern gewohnt. Damals hätten sie während der Dorfet immer mindestens eine Nacht auswärts geschlafen. Aber jetzt geniessen sie den Trubel.

Das kulinarische Angebot reicht vom Raclette beim TV Veltheim, Schnitzelbrot bei den Fälli-Glögglern , Fusilli al Salmone beim Schwimmverein, über Lotti-Spiess und Bunte-Hund-Burger bis hin zu knusprig frittierten Heuschrecken und Larven beim Thai-Life. Dazu diverse Bahnen und Schiessstände.

Mit Pfeil und Bogen

Eine Premiere ist der Bogenschiessstand Robin Hood. «Ganz schön schwer», sagt eine festlich gekleidete Frau, als sie den Bogen spannt, um auf die Luftballons zu zielen, die auf einer Scheibe aus Stroh hängen. Kein Wunder, 18 Pfund Zugkraft hat der Bogen. «Es war ganz schön kompliziert, den Stand bewilligt zu bekommen», sagt Betreiber Johann Stolzenberg. Wie alle Pioniere musste er jede Menge Hindernisse überwinden. Weil das Ganze als Sportschützenanlage gilt, muss er besondere Versicherungen abschliessen, seine Angestellten mussten ein extra Brevet ablegen. Doch die Mühe habe sich gelohnt, findet Stolzenberg, der auch auf dem Albanifest stehen wird.

Vor dem Restaurant Konkordia wirbelt EVP-Kantonsrat Nik Gugger. Er hat für seinen Stand jede Menge Freiwillige angeheuert. Im Oklahoma Joe schmurgelt ein Braten, gewürzt mit Kräutern, die direkt daneben ge­wachsen sind. Dazu gibt es selbst gemachten Kartoffelstock. Am Stand wird neben Bier auch selbst gemachtes Ingwerwasser und Eistee verkauft. Die Konkordia ist trotz Dorfet geöffnet, wer will, kann sich mit seinem Essen auch an einen fein gedeckten Tisch setzen. Gugger geniesst die Atmosphäre des Strassenfestes: «Ich freue mich immer, wenn Leute zusammenfinden.»

Auch Norbert Albl, Ex-SVP-Gemeinderat und Schausteller fühlt sich sichtlich wohl im Garten der Konkordia: «Meine Frau steht gegenüber an der Wurfbude, von hier aus kann ich ihr bequem bei der Arbeit zusehen», sagt er lachend. (Der Landbote)

Erstellt: 29.05.2016, 17:41 Uhr

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