Winterthur

Noch ein Polizeiausbau in der Stadt

Am Donnerstag hat die Kantonspolizei ihre neuen Büros beim Hauptbahnhof vorgestellt. Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern arbeiten dort 40 Personen. Der Kapo-Posten soll sichtbarer sein als der alte und Anlaufstelle für die Bevölkerung.

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Die Stadtpolizei wird das Stadtzentrum Richtung Teuchelweiher verlassen, die Kantonspolizei aber verstärkt ihre Präsenz im Zentrum. Bisher hatten 17 Kantonspolizisten ihre Büros im Hauptbahnhof, seit Donnerstag sind 40 Polizisten gerade gegenüber im Geschäftshaus Terminus tätig. Die Kantonspolizei hat dort über der Coop-Bank und der Pizzeria Santa Lucia den ganzen ersten Stock gemietet und umgebaut.Vom schmalen Treppenhaus oder vom Lift her kommt man zunächst in den Empfangsbereich mit zwei Schaltern. Werktags von 6 bis 20, an Wochenenden von 9 bis 18 Uhr sind sie offen. Wer etwas anzuzeigen hat, einen Diebstahl oder einen Dokumentenverlust, findet dort Hilfe. «Wir sind für die Bevölkerung da, es darf keine hohe Schwelle geben», sagte Kapo-Kommandant Thomas Würgler am Donnerstag bei der Eröffnung. Die Lage sei gerade für Bahnpendler ideal, wurde betont.

Who-is-who der Sicherheit

Zur Einweihung waren alle gekommen, die das Sicherheitsfeld in Winterthur beruflich beackern: Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) und seine engsten Mitarbeiter, Polizeivorsteherin Barbara Günthard (FDP) mit ihrem Polizeikommandanten und dessen Stellvertreter sowie dem Feuerwehrkommandanten, Vertreter des Bezirksgerichts, der Staatsanwaltschaft und viele weitere.

Regierungspräsident Fehr erwies der Stadt Winterthur auch in seiner kurzen Rede die Reverenz, sprach von Ereignissen, an denen Stadt- und Kantonspolizei zusammenarbeiten, beim Derby zwischen dem FCW und dem FCZ am 12. Dezember beispielsweise. Und Fehr strich auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Kapo und Stapo heraus.

Was in Winterthur die wenigsten wissen: Auch Kantonspolizisten gehen hier auf Patrouille, tagsüber meist in Zivil, nachts in Uniform. Auch die Kapo versteht sich in Winterthur als Grundversorger im Sicherheitsbereich. Chef dieser Grundversorgung und Chef im neuen Posten ist Werner Schmid. Im Bezirksgebäude bei der Spitalbrücke sind weitere 50 Kantonspolizisten tätig in Gebieten, die nicht der Stadtpolizei obliegen: kriminalpolizeiliche Ermittler und Fahnder sowie die Spurensicherung. Und draussen an der Autobahn Richtung Ohringen sind 50 Polizisten des Verkehrszugs am Werk. Was es hingegen seit mehreren Jahren nicht mehr gibt, sind die Kapo-Posten draussen in den Quartieren.

Einer, der all das bestens kennt, ist Josef Lisibach. Auch er war an der Eröffnung zugegen — als früherer Kollege. Bis zu seiner Wahl in den Stadtrat war er der Chef der Kapo im Hauptbahnhof. Ein bisschen Wehmut komme schon auf, sagte er auf einem Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten.

Zu diesen gehören Grossraumbüros («Es braucht auch in der Polizeiarbeit mehr Teamarbeit», findet Kommandant Würgler), drei kleine karge Zellen («Das sind Abstandszellen, wo Festgenommene nur für kurze Zeit bleiben», erklärt Postenchef Schmid) und bescheidene Sanitäranlagen. Es gibt nur je eine Damen- und eine Männerdusche sowie Garderoben im vierten Untergeschoss.

Im Moment, so Werner Schmid, hätten die Kollegen noch je einen fixen Arbeitsplatz. Wenn die Kapo weiter expandiert, stelle man um aufs Caddy-System, wo jeder seinen Bürokram herumkarrt, an einen freien Platz. Mit dem neuen Posten einher gehe eine gewisse Expansion, sagt Schmid: «Wir haben acht Leute mehr an der Front als zuvor.»

(mgm)

Erstellt: 01.12.2016, 15:23 Uhr

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