Winterthur

O-Bike-Velos rosten vor sich hin

Tausende von O-Bikes stehen seit sieben Monaten in Töss und Hegi teilweise im Freien herum. Was mit ihnen passieren wird, ist weiterhin unklar.

Ebbe statt Flut: In Neuhegi stehen Hunderte O-Bikes herum und setzen Rost an, genau wie in Töss.

Ebbe statt Flut: In Neuhegi stehen Hunderte O-Bikes herum und setzen Rost an, genau wie in Töss. Bild: Anna Berger

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Der Anblick ist seit letztem August praktisch unverändert: Neben einem Schopf an der Zücherstrasse nahe der Autobahn in Töss stehen Hunderte, wenn nicht Tausende von Billigleihräder der Firma O-Bike. Hergestellt in Ostasien sind sie über Italien in deutschen Lastwagen nach Winterthur gebracht worden. Ähnlich sieht es seit September an der Else-Züblin-Strasse in Neuhegi aus. In- und ausserhalb einer alten Halle stehen die gelben Velos dort dicht an dicht. Den ganzen Winter lang waren sie dem Wetter ausgesetzt. Das hat Spuren hinterlassen. An den Bremskabeleingängen, den Schrauben und am Fahrgestell sind erste Spuren von Rost zu sehen.

An der Else-Züblin-Strasse in Neuhegi stehen unzählige O-Bikes. Video: anb

In Hegi gab es bereits zu Beginn Klagen über die vor der Halle herumstehenden Velos bei der Bewirtschafterin, der Winterthurer Auwiesen Immobilien AG. Die Halle werde der Firma O-Bike untervermietet, hiess es damals bei Auwiesen, man sei «in Abklärung». Auf erneute Anfrage gibt die Verwaltung keine Auskunft darüber, wie lange die Halle noch an O-Bike vermietet werde.

Noch Optimierungspotenzial

Seit die Velos in Winterthur auftauchten, heisst es bei der Firma O-Bike, diese seien für andere Schweizer Städte vorgesehen. Passiert ist bis jetzt aber nichts. Nur einmal seien etwa 30 Fahrräder abtransportiert worden, sagt Pren Mataj, der an der Zürcherstrasse auf dem Nachbargrundstück die Selfgarage betreibt.

«Wir sehen in Winterthur noch Optimierungspotenzial»Daniel Junge, Geschäftsführer von O-Bike in der Schweiz

Daniel Junge, Geschäftsführer von O-Bike in der Schweiz, hält sich bedeckt. «Wir befinden uns mit den jeweiligen Städten noch in Gesprächen und hoffen, diese bald erfolgreich abschliessen zu können». Die grösseren, besser verarbeiteten Velos mit drei Gängen, die O-Bike auf den Frühsommer angekündigt hatte, seien noch in der Entwicklung. «Wir hoffen aber, das neue Produkt bald auf den Markt zu bringen». Was dann mit den Tausenden von Eingängern in Winterthur passiert, lässt Junge unbeantwortet. Zum Geschäft in Winterthur sagt er: «Wir sehen noch Optimierungspotenzial». So schnell werde man aber nicht aufgeben. (Landbote)

Erstellt: 26.03.2018, 16:14 Uhr

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