Ausbau

Optimo hat eine Kistenfirma gekauft

Ab April arbeiten in Neuhegi 20 Holzkistenmacher, die bis anhin in Aadorf beschäftigt waren. Grund: Optimo Service hat die Firma Thurpack übernommen.

Ausbau im April: Optimo integriert 20 Mitarbeiter einer Aadorfer Verpackungsfirma in der Halle in Neuhegi. Hier eine Aufnahme von 2012.

Ausbau im April: Optimo integriert 20 Mitarbeiter einer Aadorfer Verpackungsfirma in der Halle in Neuhegi. Hier eine Aufnahme von 2012. Bild: Marc Dahinden

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Holzkisten wurden schon bisher gezimmert bei Optimo in Neu­hegi. In der grossen Industriehalle neben jener von Stadler Rail befindet sich der Verpackungsbereich mit 25 Angestellten. Davon sind fünf ausschliesslich mit der Herstellung von Holzkisten beschäftigt, worin beispielsweise grosse Maschinen von Burckhardt in alle Welt verschickt werden.

In zwei Monaten bekommen die fünf Holzkistenspezialisten Zuwachs und einen neuen Chef. Die Optimo Service AG hat, wie jetzt bekannt wurde, schon im Oktober die Thurpack GmbH in Aadorf übernommen, mitsamt den Kunden, den 20 Mitarbeitern und dem Chef, Robert Lämmlein. Lämmlein hat die Firma Thurpack, die seine Eltern 2008 gegründet hatten, in den letzten Jahren geführt, vergrössert und nun an Optimo verkauft. «Die Liegenschaft in Aadorf, in der wir produzieren, muss einer Überbauung mit Wohnungen weichen», sagt Lämmlein. Ein Neubau wäre zu teuer gewesen, eine gute Mietgelegenheit gabs nicht, also blieb als letzte Lösung der Firmenverkauf. Lämmlein selber wird als Chef dieses Bereichs künftig für Optimo arbeiten.

Strategie: Keine Verzettelung

Peter Uhlmann und Adrian Kienast von der Optimo-Geschäftsleitung freuen sich über die Akquisition, die von einer spezialisierten Firma vermittelt worden sei. «Wir kannten Thurpack vorher nur am Rande», sagt Uhlmann, doch sie passe gut zu Optimo, weil sie einen bestehenden Geschäftsbereich stärke. «Das ist unsere Strategie: Nur dann zukaufen, wenn eine Firma das Bestehende ergänzt.» Sich verzetteln wolle man nicht, Optimo sei ohnehin schon vielfältig genug.

Diese Devise habe schon bei den letzten mehrheitlich kleineren Übernahmen gegolten: eine Druckerei in Oberi (2016), eine Werkzeugschärferei in Wetzikon (2017), die Traditionsfirma Peterli Umzüge sowie ein Logistikstandort in Oerlikon (beide 2014). Meist wurden dabei auch die Mitarbeiter übernommen, in jedem Fall aber die wertvollen Kundenbeziehungen.

Über den Kaufpreis der jeweiligen Zukäufe geben Uhlmann und Kienast keine Auskunft, das ist auch diesmal so. Sie sagen aber, dass sie die Kistenfabrikation modernisieren und deshalb «mehrere Hunderttausend Franken» in neue Holzbearbeitungsmaschinen investieren werden.

Stellenschafferpreis vor Augen

Und Uhlmann, politisch für die SVP engagiert, betont auch die zwanzig zusätzlichen Arbeitsplätze, die Winterthur mit der Akquisition gewinne: «Oft läufts in die andere Richtung: dass Firmen in den Thurgau wegziehen.» Wer weiss: Vielleicht hilft das ja sogar, den Winterthurer Stellenschafferpreis zu gewinnen. (mgm)

Erstellt: 14.02.2018, 08:31 Uhr

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