Winterthur

Ortsvereine wollen ihren Bahnhof retten

Die Ortsvereine Reutlingen und Stadel tun alles dafür, dass ihr Bahnhof nicht geschlossen wird. Die Stadt will die nötige Sanierung nicht berappen.

Bahnhof Reutlingen: Markus Läderach von der IG Bahnhof Reutlingen verteilt Flyer und nimmt ausgefüllte Bogen wieder entgegen.

Bahnhof Reutlingen: Markus Läderach von der IG Bahnhof Reutlingen verteilt Flyer und nimmt ausgefüllte Bogen wieder entgegen. Bild: Heinz Diener

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Die Ortsvereine Reutlingen und Stadel führen aktuell eine Umfrage zur Nutzung des Bahnhofs Reutlingen durch, der von der Schliessung bedroht ist. Gestern und heute Morgen verteilten sechs Vereinsmitglieder auf dem Perron ein Informationsblatt mit einem Fragebogen, auf dem unter anderem nach der Regelmässigkeit der Nutzung des Bahnhofs gefragt wird. Auch soll angegeben werden, wie man den angedachten Busersatz beurteilt (Busverbindung von Stadel und Reutlingen nach Oberwinterthur). Die Reaktionen der Zugpassagiere auf die Aktion seien „durchaus positiv“, berichtet der Reutlinger Ortsvereinspräsident und ehemalige EVP-Gemeinderat Markus Läderach, der selbst auf dem Perron stand. Bereits gestern seien 160 Fragebogen verteilt worden, wovon schon 40 retourniert worden seien. Erste Bilanz: „Die meisten Leute würden es schlimm finden, wenn der Bahnhof geschlossen wird.“ In der kommenden Woche wollen die Ortsvereine zusätzlich Flyer in die Briefkästen verteilen, auf denen auf den auch im Internet verfügbaren Fragebogen aufmerksam gemacht wird. Anfang der übernächsten Woche soll die Umfrage dann abschliessend ausgewertet werden.

«Die Leute sollen sehen, dass wir aktiv sind.»

Man verfolge zwei Ziele mit der Aktion, sagt Läderach. Die Ortsvereine wollten wissen, ob ihre Ansicht, dass der Bahnhof gerettet werden müsse, von einer Mehrheit der Bevölkerung geteilt wird. „Und die Leute sollen sehen, dass wir etwas machen, dass wir aktiv werden." Über die drohende Schliessung seien mittlerweile fast alle Einwohner informiert – jetzt gehe es darum, die Menschen aufzurütteln. Der Bahnhof Reutlingen, der sich im Besitz der Stadt Winterthur befindet, muss saniert werden, weil er nicht behindertengerecht ist. Damit Rollstullfahrer in den Zug fahren können, muss der 230 Meter lange Perron um 25 Zentimeter erhöht werden. Zusätzlich ist ein Kabelkanal zu verschieben, was zu einer hohen Kostenschätzung durch die SBB führte: 3,25 Millionen Franken. Der Stadtrat will das nicht bezahlen, weswegen der Station, die mit rund 400 Ein- und Ausstiegen am Tag die kleinste der Stadt ist, die Schliessung droht. Vor rund 30 Jahren verpflichtete sich Winterthur, den Bahnhofunterhalt selbst zu finanzieren (üblicherweise gehören Bahnhöfe den SBB), um den damals gewünschten Erhalt der Station zu sichern. (landbote.ch)

Erstellt: 13.01.2016, 12:05 Uhr

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