Winterthur

Park-and-Ride war chancenlos

In seinem letzten Auftritt im Rat zerzauste Noch-Stadtrat Josef Lisibach (SVP) eine Verkehrsvision der Bürgerlichen.

Josef Lisibach erteilte dem Postulat seiner bürgerlichen Kollegen eine Abfuhr.

Josef Lisibach erteilte dem Postulat seiner bürgerlichen Kollegen eine Abfuhr. Bild: Johanna Bossart (Archiv)

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«Staus gehören zum Alltag», stellte der FDP-Gemeinderat Christoph Magnusson vor Jahresfrist fest. In einem Postulat forderte er den Stadtrat auf, grosse Parkierungsanlagen (Park and Ride) am Stadtrand zu prüfen. Dort könnten Zupendler ihr Auto stehen lassen und mit Schnellbussen oder Fahrtgemeinschaften ins Zentrum gelangen.

Das Postulat sah grosse Parkplatzanlagen bei Verkehrsknotenpunkten am Stadtrand vor – wie beispielsweise beim Schloss Wülflingen.

Im Gemeinderat erhielt das Postulat am Montag Support von Pascal Rütsche (SVP). Der hatte in seinem Urlaub in Edinburgh (Schottland) beobachtet, dass dort der Verkehr im Stadtinnern gut fliesse, weil die Autofahrer die Parkhäuser am Stadtrand benutzen und aufs Tram umsteigen.

«Die Fakten sprechen dagegen. Es würde nicht funktionieren.»Joseph Lisibach (SVP-Stadtrat)

GLP-Mann Markus Nater stellte einen Abweisungsantrag. «Das ist ein teures Förderprogramm für Parkplätze», tadelte er. Es gebe an den Bahnhöfen der Aussengemeinden bereits genügend Park-and-Ride-Plätze für alle Autofahrer, die auf die S-Bahn umsteigen wollen. Die Grünen, SP, EVP und AL schlossen sich an.

«Fakten sprechen dagegen»

SVP-Stadtrat Josef Lisibach nahm Stellung. «Die Forderung ist mir grundsätzlich sympathisch. Leider sprechen die Fakten dagegen.» Die Stadt habe Park-and-Ride-Anlagen intensiv geprüft.

Fazit: «Es wird nicht funktionieren.» Diese Anlagen seien in Aussengemeinden sinnvoll. Am Stadtrand rate aber auch das Bundesamt für Strassen (Astra) davon ab. In der Abstimmung blieb das Postulat chancenlos. (mig)

Erstellt: 29.05.2018, 14:07 Uhr

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