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Petition gegen den Amtsschimmel

Wirt Matteo Trivisano wehrt sich gegen rigide Beizenvorschriften – mit Unterstützung der Konkurrenz.

Matteo Trivisano würde die Aussenfläche seines Restaurants gern erweitern. Foto: Madeleine Schoder
Matteo Trivisano würde die Aussenfläche seines Restaurants gern erweitern. Foto: Madeleine Schoder

Gegen die strammen Altstadtrichtlinien kommt keiner an, jedenfalls bislang: Im Herbst lehnte die Stadt das Gesuch von Trendwirt Matteo Trivisano ab, im Sommerhalbjahr zusätzliche Bistrotische vor seiner Lachsbar Frisk Fisk an der Metzggasse aufzustellen.

Trotz Einverständnisses der Nachbarn vom Copy-Print-Laden entschieden die Behörden: «Vor nicht zum Betrieb gehörenden Fassadenflächen werden keine Aussenwirtschaften geduldet».

«Wir möchten die Altstadt beleben. Wie kann es sein, dass Vorschriften dies verhindern?»

Nun doppelt der junge Gastronom, der mit einem aktuellen Best-of-Swiss-Gastro-Preis ausgezeichnet wurde, mit einem neuen Gesuch nach. Ergänzt hat er es um eine Petition mit rund 60 Unterschriften, die man seinen Angaben zufolge auch bei Konkurrenten an der Metzggasse wie den Restaurants Widder und Pulcinella unterzeichnete; auch die Verantwortlichen anderer umliegender Geschäfte wie Además, Löffelhase, Wein-Punkt und des Reisebüros Hildebrand unterstützen den umtriebigen Wirt.

Politiker zeigen gewisses Verständnis

Dieser hofft auf ein Umdenken; Ausnahmen müssten doch möglich sein, solange die Tische niemanden stören. «Wir möchten die Altstadt beleben. Wie kann es sein, dass Vorschriften dies verhindern?» Für den 32-jährigen Gastronomen geht es auch um Geld: Im Sommerhalbjahr entgeht ihm ein namhafter Umsatz, weil er vor seinem schmalen Restaurant nur rund 20 Sitzplätze anbieten kann.

Die Antwort der Behörden auf das neuerliche Gesuch ist in den kommenden Monaten zu erwarten. Gegenüber dem «Landboten» hatten im Herbst mehrere bürgerliche Politiker Verständnis für das Anliegen des Wirts geäussert und nach Reformbedarf bei den Altstadtrichtlinien gefragt.

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