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Pfarrerin wechselt nach Herisau

Nach 16 Dienstjahren verabschiedete sich Pfarrerin Anna Katharina Breuer am Samstag von der Gemeinde. Gelobt wurden ihre engagierte Amtsführung und ihre Spontaneität.

Pfarrerin Anna Katharina Breuer.
Pfarrerin Anna Katharina Breuer.
zvg

Nach einer interessanten und schönen Zeit in Oberwinterthur ziehe sie nun für die letzten zehn Berufsjahre in das ländlichere Herisau, sagte Pfarrerin Anna Katharina Breuer in ihrer Abschiedspredigt. In den sehr persönlich gehaltenen Ausführungen ging sie unter anderem auf die mittelalterlichen Wandmalereien der Oberwinterthurer Kirche ein. Sie erinnerte daran, dass die Kirchenwände einst ja einfach einmal leer waren bevor die Künstler ans Werk gingen. Genau so sei es auch ihr ergangen, als sie vor 16 Jahren vom Zürcher Oberland nach Oberi gewechselt habe, zog sie den Vergleich. «Auch für mich war die Kirchgemeinde Oberi damals ein unbeschriebenes Blatt.» Die erhofften guten Kontakte zur Gemeinde, sowie zum Pfarrteam und den Mitarbeitenden seien aber sehr bald da gewesen, wodurch sich die Blätter zu füllen begannen, führte sie rückblickend aus. Mit dem Ressort ‹Kinder und Familien› welches sie übernahm, sei ihr der Einstieg erleichtert worden, habe sie hierdurch doch rasch einen grossen Bekanntenkreis gewonnen.

Kontakte zu Oberi bleiben

Als Breuer in der Folge auf die Fresken und auf einzelne Bildsequenzen einging, reckten sich die zumeist ergrauten Häupter in den voll besetzten Kirchenbänken zu den Wänden empor, mal nach oben links und mal nach oben rechts. Ihre Erläuterungen zu den von ihr besonders geschätzten Szenen, sind den Reaktionen der Besuchenden nach gut angekommen.

Sie habe es verstanden, auf die Leute zuzugehen hiess es in der Gemeinde. Sie selber verriet, dass ihr der Sinn ihrer Arbeit als Pfarrerin vor allem bei Abdankungen bewusst wurde. Oft seien aus Kontakten mit Hinterbliebenen langjährige Beziehungen entstanden. «Ich ziehe zwar nach Herisau, aber die vielen Geschichten die mir ältere Menschen anvertrauten nehme ich mit», sagte Breuer. Die in Oberi geknüpften Kontakte wolle sie weiterhin pflegen.

Mit ihrer freimütigen Spontaneität blieb sich Pfarrerin Breuer auch in ihrer letzten Predigt treu, was ihr die Gemeinde mit kräftigem Applaus verdankte. «Mit ihren manchmal unkonventionellen Ideen für den Gottesdienst, war sie immer für Überraschungen gut», schrieb Kirchenpflegepräsident Hanspeter Krähenbühl im Kirchenboten. Eine Anmerkung die durchaus auch auf ihre letzte Predigt zutraf. Der Gottesdienstes endete mit Worten weiterer Behördenmitglieder, aus welchen sowohl Respekt als auch Dankbarkeit anklang.

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