Riesenpilz

Pilzsammler findet Riesenmorchel

Die Morchelsaison ist bald zu Ende. Ein Leser hat zum Abschluss ein besonders schönes Exemplar gefunden: eine Morchel zweimal so gross, wie üblich.

Ein schöner Fund: Die Speise-Morchel ist 120 Gramm schwer.

Ein schöner Fund: Die Speise-Morchel ist 120 Gramm schwer.
Leser-Reporter: zvg

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Das Beweisstück ist eingefroren und wird später portionenweise mit einer Rahmsauce oder Geschnetzeltem serviert. Die Morchel ist mit 120 Gramm doppelt so schwer, wie die üblichen Funde, und wird einige Mahlzeiten veredeln. Gefunden hat den 14 Zentimeter grossen Pilz ein Leser aus Wiesendangen am Samstag in der Nähe der Schiessanlage Ohrbühl.

«Den genauen Platz verrate ich nicht», sagt der Hobby-Pilzsammler. Will er doch in den nächsten Wochen ungestört nach weiteren Morcheln Ausschau halten. Er habe die Stelle schon länger beim Spazieren entdeckt, die gelb-bräunlichen Delikatessen seien am Wegrand gewachsen. «Ich hätte blind sein müssen, um sie nicht zu sehen», erzählt er. Seither schaut er alle paar Tage vorbei. Eine zweite Stelle kennt er im Kanton Graubünden, wegen der Distanz kann er sie aber nicht regelmässig besuchen. Obwohl er schon einge Pilze gefunden hat, freut er sich: «Eine so grosse Morchel hatte ich bisher noch nie.»

Ein nicht alltäglicher Fund

Auch Hans-Peter Neukom, Pilzexperte beim kantonalen Lebensmittelinspektorat, bezeichnet die Morchel als nicht alltäglichen Fund. Von einem Rekordpilz könne man aber erst bei 300- bis 400 Gramm-Morcheln reden und verweist auf den 850 Gramm schweren und 20 Zentimeter langen Pilzfund in der Region Bülach im letzten Jahr. Allerdings hänge das Gewicht auch mit dem Wetter zusammen; bei Regen sauge sich der Pilz mit Wasser voll und sei entsprechend schwerer.

«Die diesjährige Morchelsaison ist zur Freude einiger Morchel-Gourmets in verschiedenen Regionen des Kantons Zürich erfreulich ergiebig ausgefallen», sagt Neukom. Für Speise-Morcheln dürfte die Saison im Flachland, je nach Wetter, noch rund 14 Tage andauern. Im Gegensatz dazu ist die Saison für Spitz-Morcheln im Flachland praktisch vorbei.

Giftiger Doppelgänger

Der «Landbote»-Leser liess seine Morchel nicht von Experten kontrollieren, er hat sie selber mit einem Handbuch bestimmt. Pilzexperte Neukom rät Laien, vorsichtig zu sein. Denn Morcheln haben einen giftigen Doppelgänger: die Lorcheln. Nicht nur der Name klingt fast gleich, sie sehen auch sehr ähnlich aus. Der Unterschied liegt bei der Zubereitung: Wenn man die Lorchel nicht richtig kocht, kann die Mahlzeit im schlimmsten Fall tödlich enden.

«Es ist wichtig, dass man sich bei Bauchweh rasch behandeln lässt», sagt Neukom. Beim Winterthurer Pilzfund ist der Experte mit dem Pilzsammler einig: «Auf dem Foto ist eindeutig eine schöne Speise-Morchel von guter Qualität zu sehen.» Der Wiesendanger darf sich also auf ein Festessen freuen, kochen wird er es selbst.

(Der Landbote)

Erstellt: 24.04.2017, 17:26 Uhr

Rekordgemüse gesucht

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