Kinderumzug

Plötzlich Eisprinzessin – winterliche Wetterkapriolen an der Kinderfasnacht

Schneegestöber, Sturmwinde und Sonnenschein: Die Wintergrüsse aus der Wetterküche nahmen die Prinzessinnen, Burgfräuleins, Cowboys und Raubtiere an der Kinderfasnacht erstaunlich locker hin – und die Eltern machten gute Miene.

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«Also a de Füess han ich scho chli chalt», sagte die kleine Irina in ihrem edlen Damenkostüm und zeigte auf ihre Schühchen. Sie war nicht die einzige, die am Montag fror, weil sie nicht das passende Schuhwerk trug. Offenbar hatten nicht alle Eltern mit einem derartigen Wintereinbruch gerechnet. Denn als am Montag um die Mittagszeit ein heftiges Schneetreiben begann und kalte Sturmwinde durch die Gassen peitschten, wurde so manche Prinzessin in ihrem luftigen Frühlingskleidchen nullkommaplötzlich zur Eisprinzessin.

Die Eltern nutzten alsbald jeden Unterstand auf der Steinberggasse, um ihre Kinder vor dem Schneesturm zu schützen. Die meisten Prinzessinnen und Cowboys waren jedoch enorm tapfer. Auch als sich der Schnee in «grusigen» Pflotsch verwandelte, liessen sie sich kaum etwas anmerken. So lange die Konkurrenz nicht weinte, durfte man sich trotz kalter Füsse und klammer Finger selber auch keine Blösse geben. Zudem ging es ja darum den andern endlich mal zu zeigen, welche Persönlichkeit sonst noch so in einem schlummert. Da gilt es Haltung zu bewahren.

Multiple Persönlichkeiten

Doch nicht alle Kinder konnten sich einfach so entscheiden, was sie sein wollten und nahmen in sich gleich mehrere Persönlichkeiten wahr. Der kleine Etienne beispielsweise war mit seiner Mutter zum ersten Mal an der Fasnacht in Winterthur – und spürte genau diese Krux. So verkleidete er sich schliesslich als Feuerwehrmann und als Panther. Auch Lina stand vor dem gleichen Problem. Laut ihrem Vater symbolisiert ihr Kostüm deshalb nicht nur das Offensichtliche, also die Indianerin. Nein, Lina ist viel mehr. Sie ist zugleich auch Fee und Hexe.

Und dann kam die Sonne

Pünktlich zu Umzugsbeginn zeigte sich dann doch noch die Sonne. Selbst das Gesicht der Eltern schien sich ab da wieder etwas aufzuhellen. Denn vorher gefror ihr Lächeln bei diesen winterlichen Temperaturen noch etwas stärker als das von ihren Kindern. «Wir können es uns schlicht nicht leisten, nicht zu kommen», flüsterten sie hinter vorgehaltener Hand. «Es wäre für die Kinder ein Weltuntergang, wenn sie hier nicht dabei sein könnten.» Wohl aber auch ein wenig für die Erwachsenen. Denn einzelne begannen bereits kurz nach Weihnachten die Kostüme für ihre Kinder zu basteln. (Landbote)

Erstellt: 11.03.2019, 18:12 Uhr

Prämierung

Nachfolgend die Gewinnerkostüme und -masken der gestrigen Prämierung an der Kinderfasnacht: Gruppe A (Kindergarten): Wolf; Gruppe B (1. bis 3. Klasse): Pinocchio, Gruppe C (3. bis 6. Klasse): Rabe; Gruppe D (Paare): Alte Frauen mit Leiterwagen; Gruppe E (Kindergruppe): Schlaggenbeschwörer; Gruppe F (Familien): Ufo.

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