Winterthur

Professoren-Bashing tabu

Vier Masterabsolventen haben eine Rankging-Plattform entwickelt, die jungen Leuten bei der Studienwahl helfen soll.

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Bislang finden sich Bewertungen zu 34 Hochschulen auf eduwo.ch. Bild: printscreen

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«So etwas hätte ich damals bei der Studienwahl gebraucht», sagt Raphael Tobler über die neue Bewertungs-Plattform «Eduwo». Mit drei Studienkollegen hat der Betriebsökonom ein Startup mit Sitz im Technopark Winterthur gegründet. Das Unternehmen will Dienstleistungen für Jugendliche bieten, die sich über Studiengänge und die Schweizer Bildungslandschaft informieren wollen.

Die Bewertungs-Plattform ist ihr erstes Projekt. Sie soll Transparenz schaffen. «Für künftige Studierende ist es schwierig, sich einen Überblick über die Studiengänge zu verschaffen und deren Qualität zu beurteilen», sagt Tobler.

1200 Erfahrungsberichte

Die Online-Plattform eduwo.ch ist so aufgebaut, dass man nach Hochschule oder nach Studiengängen suchen kann. Erfasst sind fast 900 Studiengänge von 34 Schweizer Hochschulen. Dazu gehören Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen. Abgänger können die einzelnen Studien mit ein bis fünf Sternen bewerten und zwar in den Bereichen Lehrer, Ausstattung, Organisation, Rahmenangebot und Lehrinhalt.

«Für künftige Studierende ist es schwierig, sich einen Überblick über die Studiengänge zu verschaffen und deren Qualität zu beurteilen».Raphael Tobler

Dazu sollen Pro und Contra sowie ein beschreibender Text erfasst werden. Da erst seit Herbst 2016 Bewertungen gesammelt werden, sind bislang nur wenig mehr als 1200 Erfahrungsberichte erfasst. Einzelne Studien verfügen daher noch über wenige oder keine Bewertungen.

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) beispielsweise hat aber bereits rund 140 Bewertungen erhalten. Im Schnitt wird die ZHAW mit 3,85 von 5 möglichen Sternen bewertet.

Bewertungen schreiben kann jeder, die Einträge werden vor dem Freischalten jedoch von den Gründern gegengelesen. «Uns ist es wichtig, dass die Beurteilungen seriös sind, Professoren-Bashin ist tabu», sagt Tobler. Beleidigende, rassistische oder vulgäre Aussagen würden gelöscht. Das bedeute nicht, dass negative Bewertungen keine Chance hätten. «Wir achten aber darauf, dass die Bewertungen konstruktiv sind.» Bisher hätten erst zwei Bewertungen entfernt werden müssen.

Die Nutzung der Datenbank soll für die Jugendlichen kostenlos sein. Gemäss Tobler finanziert sich das Startup durch Beiträge der Hochschulen. «Wir bieten ihnen die Möglichkeit, ein erweitertes Profil mit Kontaktmöglichkeiten anzulegen.» Man sei zuversichtlich, dass dies zur Finanzierung ausreiche. Bisher arbeitet nur Tobler fix im Startup, seine Kollegen lediglich Teilzeit mit kleinen Pensen.

Bald auch auf Englisch

Erste Rückmeldungen zur Plattform seien positiv. «Die brasilianische Botschaft bat uns, die Plattform auf englisch anzubieten.» Und der Fachhochschulrat des Kantons Zürich habe angeregt, Schulen im privaten Bereich ins Ranking aufzunehmen. «Wir haben also Entwicklungspotenzial», sagt Tobler.

(Der Landbote)

Erstellt: 11.04.2017, 18:31 Uhr

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