Hettlingen

Projektpfarrer wird Spitalseelsorger

Pfarrer Severin Oesch trat vor sechs Jahren seine Stelle in Hettlingen an. Im Dezember wechselt er ans Kantonsspital Winterthur. Nadine Mittag wird ihn ersetzen.

Pfarrer Severin Oesch ist nächste Woche noch an der Kinderwoche engagiert. Am 26. August verabschiedet er sich von der Gemeinde.

Pfarrer Severin Oesch ist nächste Woche noch an der Kinderwoche engagiert. Am 26. August verabschiedet er sich von der Gemeinde. Bild: Madeleine Schoder

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Pfarrer Severin Oesch steckt mitten in den letzten Vorbereitungen für die Kinderwoche. Diese findet jeweils in der fünften Sommerferienwoche in der Umgebung der reformierten Kirche Hettlingen statt. Es ist eine Art Lager, bei dem die Kinder vom zweiten Kindergartenjahr bis zum Sechstklässler abends wieder nach Hause gehen.

Zum Thema «Jahrmäärt» finden heuer Workshops statt, in denen die Teilnehmer Jahrmarktbuden basteln, das Jonglieren lernen oder einen Flohzirkus auf die Beine stellen. Am Freitag führen sie das Gebastelte oder das Einstudierte ihren Eltern vor.

«Wir haben bewusst nie ein Kirchenthema gewählt», sagt Oesch. Das Lager soll niederschwellig sein und allen Konfessionen offenstehen. Trotzdem wolle man mit dem Durchführungsort einen Bezug zur Kirche schaffen, Kontakte und Beziehungen pflegen. «Wir haben so auch schon neue Mitglieder gewonnen», sagt Oesch.

Letzte Amtshandlung

Die Kinderwoche, die während der Wirkungszeit des Pfarrers entstand, ist eine seiner letzten Amtshandlungen. Denn Ende August verlässt der 34-Jährige die Kirchgemeinde – nach sechs Jahren. Hettlingen war nach dem Theologiestudium seine erste Stelle. Nun will er Neues kennen lernen.

Bevor er am 1. Dezember im Kantonsspital Winterthur als Seelsorger startet, wird er seinen Master in systemischer Beratung abschliessen. Diese Form von Beratung setzt auf die Suche nach Lösungen und die Stärkung der Klienten. «Man schaut, was bereits funktioniert, und stärkt das dann», erklärt Oesch.

«Kann keine Wunder bewirken»

Mit der Spitalseelsorge habe er schon länger geliebäugelt, gesteht er. Einerseits könne er nun sein im Masterstudium angeeignetes Wissen anwenden. Andererseits sei die Tatsache, dass er Menschen in Ausnahmesituationen stützen könne, für ihn eine schöne Perspektive. «Sicher kann ich keine Wunder bewirken», sagt er. Die grosse Herausforderung reize ihn aber.

Pfarrer zu sein, hat ihn ebenfalls gereizt, als er sich entschloss, Theologie zu studieren. Trotz Mitgliederschwund und Kirchenfusionen. «Mein Tatendrang war umso grösser.» Als er in Hettlingen die Teilzeitstelle antrat, arbeitete er vorwiegend mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Auch das eine Herausforderung. «Denn das spirituelle Angebot ist heute viel breiter.» Doch man treffe trotzdem immer wieder auf offene Ohren und Herzen.

«Selbst wieder Kind sein»

Er habe sehr gerne mit Kindern gearbeitet. Gerade während der Kinderwoche. «Da kann ich selbst wieder Kind sein.» Auch sei er der Kirchgemeinde Hettlingen sehr dankbar, dass er grosse Freiheiten gehabt habe und seine Ideen immer Anklang gefunden hätten. «Das war ein schöner Einstieg.»

Sein Abschiedsgottesdienst findet am 26. August um 10.30 Uhr in der Kirche Hettlingen statt. Anschliessend gibt es ein Mittagessen.

Am 1. September tritt Pfarrerin Nadine Mittag seine Nachfolge an. Sie ist seit April 2009 in der Kirchgemeinde Oberwinterthur tätig und wurde bekannt, als sie erstmals Taufen in der Eulach durchführte. Am 30. September um 10 Uhr kann sie die Gemeinde in einem Familiengottesdienst kennen lernen. (Der Landbote)

Erstellt: 11.08.2018, 09:03 Uhr

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