Winti-Mäss

Promis, Promotion und Parkplätze

Schon wieder Parkplätze. An der gestrigen Eröffnungsfeier der 86. Winti-Mäss waren sie unter den rund 300 geladenen Gästen das heisse Gesprächsthema.

Jetzt ist Jürg Stahl auch noch Ordensträger: An der Eröffnungsfeier der Winti-Mäss wurde er als «Eularius Lapidarius» ausgezeichnet.

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Es ist einer der grossen Promi-Anlässe im Winterthurer Kalender: An der Eröffnungsfeier der Winti-Mäss treffen sich viele Persönlichkeiten und Personen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Rund 300 waren gestern Abend in den Eulachhallen da.

Heisses Thema: die Parkplätze. Nicht etwa die neue Winterthurer Parkplatzverordnung, die der Stadtrat am Montag vorgestellt hat, sondern ganz konkret das Parkierungskonzept für die Winti-Mäss. Dabei wollte Messe-Organisator Andreas Künzli of­fiziell gar nicht darüber reden: «Dazu sage ich erst etwas, wenn die Messe vorbei ist.»

«Willkommen in der Eventhalle ohne Parkplätze»

In seiner Eröffnungsrede konnte sich Künzli zwei Bemerkungen dann doch nicht verkneifen: «Willkommen in der Eventhalle ohne Parkplätze», sagte er sarkastisch. Und am Schluss fügteer noch an: «Jetzt hoffe ich, dass viele Leute an die Messe kommen – und einen Parkplatz finden.»

«Jetzt hoffe ich, dass viele Leute an die Messe kommen – und einen Parkplatz finden.»

Hintergrund für die Kontroverse: In der Wartstrasse sind keine zusätzlichen Querparkplätze mehr zugelassen wie in früheren Jahren. Die vielen Autos dort waren für die Anwohner eine Belastung. Nun werden die Fahrzeuge mit Wegweisern in umliegende Parkhäuser gelotst.

«Es gibt dabei eine gewisse Komforteinbusse für die Besucherinnen und Besucher», sagt Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei. Diese wolle man ­jedoch möglichst gering halten. Das Messegelände sei von den Parkhäusern Bahnhof, Kesselhaus und Neuwiesen aus in we­nigen Minuten erreichbar.

Nach Bussenflut neues Parkierungskonzept

Letztes Jahr hatte die Polizei in den Strassen rund um die Eulachhallen Hunderte von Bussen an Falschparkierer verteilt. Die Situation war damals wegen mehrerer Baustellen in der Umgebung speziell. In vielen Strassen galt zudem ein Fahrverbot, das ist dieses Jahr nicht mehr der Fall.

Das neue Konzept, das die Ansprüche von Veranstaltern, Gewerblern und Anwohnern unter einen Hut zu bringen versucht, wurde im März an der Wohga ­bereits getestet. «Die Winti-Mäss ist jetzt aber die Belastungs­probe», sagt Wirz. Die Stadtpolizei überprüft während der Messe laufend die Verkehrsflüsse. Im Quartier werden vermehrt Kon­trollen durchgeführt. Neu steht ein Stadtpolizist oder eine Stadtpolizistin dauernd am Messeeingang, um bei Problemen für Besucher sofort ansprechbar zu sein.

Gegentrend zur Digitalisierung

In diesem Zusammenhang rechnete Winti-Mäss-Chef Andreas Künzli sicher nicht ganz ohne Hintergedanken vor, wie viel die Messe der Winterthurer Wirtschaft bringe. 14 Millionen Franken Wertschöpfung würden rund um die fünf Messetage erwirtschaftet, so Künzli. Er sieht die Messen als grossen Gegentrend zur Digitalisierung: «An einer Messe kann man die Produkte ­direkt erleben.» Das sei immer noch der beste Weg der Promotion.

An der diesjährigen Winti-Mäss sind rund 250 Aussteller präsent. Zudem finden jeden Abend in der Eventhalle Konzerte statt. Die Organisatoren erwarten rund 40 000 Besucher. Auch mit dem neuen Konzept wird empfohlen, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. Mit ÖV-Ticket ist der Eintritt vier Franken günstiger. Ab Hauptbahnhof verkehrt wie üblich ein Gratis-Shuttle-Bus.

Winti-Mäss von Mittwoch bis Sonntag in den Eulachhallen Winterthur. Alle Infos unter: www.wintimaess.ch.

Erstellt: 22.11.2017, 10:54 Uhr

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