Winterthur

Pünten und Bäume müssen weichen

Bald starten die Bauarbeiten für das unterirdische Regenbecken beim Schulhaus Talacker. Das Becken bringt einige Veränderungen für das Quartier. Den angekündigten Ministrand an der Eulach gibt es aber nicht.

Solch gewaltige Zulaufkanäle (wie hier an der Getrudstrasse) sollen auch beim Schulhaus Talacker entstehen. Selbstredend braucht dies Platz.

Solch gewaltige Zulaufkanäle (wie hier an der Getrudstrasse) sollen auch beim Schulhaus Talacker entstehen. Selbstredend braucht dies Platz. Bild: mad

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Sieben Meter tief, 40 Meter lang und 25 Meter breit — das sind die Ausmasse der Grube für dasgeplante unterirdische Regenbecken in Oberwinterthur. In dieses Becken soll Abwasser umgeleitet werden, wenn es stark regnet. Heute fliesst das verschmischte Schmutz- und Regenabwasser in die nächstgelegenen Gewässer und belastet diese.

Das Regen­becken soll als Puffer wirken und übernimmt eine mechanische Vorreinigung. Bereits wurden auf Stadtgebiet fünf Regenbecken gebaut. Gestern wurde das Baugesuch für das sechste beim Schulhaus Talacker in Oberi publiziert.

Lange Bautätigkeit

Die Quartierbevölkerung muss sich auf eine lange Bauzeit einstellen. Mit zwei Jahren rechnet die Stadt allein für das Regenbecken. Ende 2019 beginnt der Bau des Zulaufkanals. Auch dafür sind zwei Jahre veranschlagt.

Der Baustart ist auf 16. Juli angesetzt. Schon ab Mai müssen in der Hegistrasse Werkleitungen umgelegt werden. Zudem werden neun Bäume im Bereich des Regenbeckens gefällt, das zwischen Schulhaus und Sitz der Heim­stättengenossenschaft zu liegen kommt. Laut Hanspeter Räbsamen, Projektleiter Verkehrswege beim Tiefbauamt, können Fussgänger und Velofahrer die Hegistrasse trotzdem stets benutzen. Für Anwohner mit Auto wird eine Umleitung signalisiert.

Gemäss Räbsamen will man gleichzeitig mit dem Bau des Regenbeckens einige Umgebungsarbeiten im Quartier vornehmen. Der Fussgängersteg aus Holz über die Eulach etwa wird erneuert und rund 43 Meter stadteinwärts verschoben. So wird es künftig möglich sein, von der Talwiesenstrasse zur Hegistrasse zu gelangen, ohne den eingezäunten Spielplatz zu queren.

Dadurch wird eine direkte Verbindung aus dem Quartier zum Fussweg der geplanten Querung Grüze geschaffen. Zudem gibt es einen Ersatz für die gefällten Bäume. Auf dem Regenbecken soll eine parkartige Hügellandschaft mit Büschen und Bäumen entstehen. Ansonsten wird vom Regenbecken einzig das 16 Meter lange und elf Meter breite Betriebs­gebäude sichtbar sein.

Die zwei Püntparzellen, die bis vor kurzem auf dem Land zu finden waren, werden verschwinden. Betroffen sind zwei Ehepaare. Eines hat altershalber auf einen Umzug verzichtet, für das andere Paar konnte eine Ersatzpünt gefunden werden.

Kein Ministrand

Eine andere Idee zur Umgebungsgestaltung wird nicht umgesetzt. Vor einem Jahr hatte die Stadt noch angekündigt, die Eulach im Bereich der Schulanlage mit einem flachen Ufer einseitig zugänglich zu machen. Die Rede war von einem Ministrand. «Darauf verzichten wir nun.

Der Abschnitt wäre schlicht zu kurz gewesen, als dass die Renaturierung Sinn gemacht hätte. Das Entfernen der Ufermauer auf der Schulhausseite hätte die Nutzung des Sport- und Spielrasens stark eingeschränkt», sagt Räbsamen. Zudem hätten Ängste geherrscht, weil die Schulkinder direkten Zugang zur Eulach gehabt hätten, die wenig später wieder im Kanal geführt wird.

Übersicht Baustelle Talacker. (Der Landbote)

Erstellt: 02.03.2018, 18:51 Uhr

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