Winterthur

Reden und werkeln, bis es passt

Beliebt und belebt soll der Dialogplatz werden, das Herzstück des Aussenraums des Werks 1.Mieter und Anwohner dürfen sich ebenfalls einbringen.

In neun Gruppen diskutierten gestern Abend in der Fabrikkirche die künftigen Nutzer des Dialogplatzes ihre Ansprüche und Wünsche.

In neun Gruppen diskutierten gestern Abend in der Fabrikkirche die künftigen Nutzer des Dialogplatzes ihre Ansprüche und Wünsche. Bild: mad

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So labyrinthisch der Aussenraum des Areals Werk 1 mit seinen Gässchen, Passagen und Plätzen scheinen mag: Mit 21 000 Quadratmetern Fläche bietet er so viel Platz wie drei Fussballfelder. Und da es sich dabei um öffentlichen Grund handelt, ist der Gestaltungsspielraum gross. Gestern gaben der Baukonzern Implenia und der Baustadtrat Josef Lisibach (SVP) im Superblock nun den offiziellen Startschuss zur konkreten Umsetzung. Das sogenannte Freiraumgestaltungskonzept dazu wird im «kooperativen Verfahren» erstellt. Am Schluss muss es für alle stimmen, für Implenia als Arealbesitzerin, für die Stadt als Eigentümerin und Verwalterin des Aussenraumes und für die Anwohner und Mieter sowieso. Auch die Bevölkerung soll sich einbringen können. Ein Workshop dazu fand bereits gestern Abend statt (siehe Kasten).

Zwei Grossinvestoren und ein potenzieller Ankermieter sind bisher bekannt: Die Wohnbaugenossenschaften Gaiwo und Gesewo sollen den Zuschlag für den Kauf von 140 Wohnungen im frei stehenden Hauptkomplex mit Innenhof bekommen und der Kanton sich mit der ZHAW in den drei Baufeldern an der Zürcherstrasse einmieten. Bis im Juni sollen auch die Wohnungen in lang gezogenen Trakten entlang der Jägerstrasse vergeben sein. Familien, Kinder, ältere Leute und vor allem Studenten werden sich die Parkanlagen künftig also teilen.

Ein zweiter Graben

Das Herzstück bildet der Dialogplatz. «Sowohl flächenmässig als auch von der Nutzung her kann man ihn mit dem Graben in der Altstadt vergleichen», sagt Walter Muhmenthaler von Implenia. Ein breite Baumreihe wird ihn dominieren, so viel steht fest. Wo beispielsweise Plätze oder Brunnen eingestreut werden, hängt auch davon ab, wer die angrenzenden Erdgeschosse belegt. «Vor Alterswohnungen wäre ein Bocciafeld denkbar, vor einer Kita ein Spielplatz.» Auf den (Vor-)Bildern, die Muhmenthaler zeigt, entspannen sich die Besucher sitzend im Schatten der Bäume.

Offen bleibt auch, wie lange und in welcher Form die Fabrikkirche noch genutzt wird. Der Mietvertrag mit den Betreibern läuft per Ende Jahr aus. Abgerissen werde der Backsteinbau sicher, da sei man sich mit den Behörden einig, sagt Muhmenthaler. Möglicherweise werde sie während der ersten Bauetappe aber «kalt» genutzt, mit Imbissständen oder Ähnlichem, um das Areal zu beleben. Darüber und über die Details der Aussenraumplanung informieren die Stadt und Implenia Mitte März.

Erstellt: 04.02.2016, 22:47 Uhr

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