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Die Gegner der Traglufthalle formieren sich

Wider den «aufgeblasenen Wurm» – Geiselweid Quartierbewohner haben ein Volksreferendum lanciert.

Visualisierung der geplanten Taglufthalle.
Visualisierung der geplanten Taglufthalle.
PD

Mit einer einzigen Stimme Unterschied hat sich der Gemeinderat Ende Februar für den Bau einer Ballonhalle im Freibad Geiselweid entschieden. Noch am selben Abend sammelten die Gegner dieser Traglufthalle 20 Unterschriften im Gemeinderat, um das Geschäft vors Volk zu bringen.

Nach diesem so genannten Behördenreferendum haben Quartierbewohner nun beschlossen, auch noch das Volksreferendum zu ergreifen, 500 gültige Unterschriften sind dafür nötig.

«Das Projekt ist eine Zwängerei der Wassersportvereine.»

Aus dem Argumentenkatalogder Traglufthallen-Gegner.

Notwendig ist dieser Schritt nicht, aber die Gegner und Gegnerinnen aus dem Quartier hoffen, ihrer Position damit mehr Power zu geben und viele Leute zu mobilisieren im Hinblick auf die Abstimmung, die im September stattfinden dürfte. Die Unterschriftensammlung habe begonnen, teilte das frisch formierte Komitee gestern mit.

«Eine Energieschleuder»

An dessen Spitze stehen die SP-Gemeinderätin Gabi Stritt und der ebenfalls im Quartier wohnende Peter Betschart. Er betont, man stelle sich «nicht gegen eine Ausweitung der gedeckten Wassersportfläche». Er gehe selber ab und zu Längen schwimmen im Hallenbad und besitze einen Sportpass.

Die Argumente des Komitees gegen die Winterhalle sind im Wesentlichen dieselben, die schon im Gemeinderat genannt wurden: der hohe Energieverbrauch, der Widerspruch zu den klimapolitischen Zielen der Stadt, der Preis, insbesondere die jährlichen Betriebskosten von nahezu einer halben Million Franken, und die Tatsache, dass das Volk 2012 das Cabriodach im «Geisi» abgelehnt hatte. «Eine Zwängerei der Wassersportvereine» sei dieses neue Projekt, finden die Referendums-Initianten.

«Eine Faust aufs Auge»

Aus Quartierperspektive kommt ein weiteres Argument dazu, das Optische. Rund um das «Geisi» herum stünden «schützenswerte Siedlungen, die durch den Plastikballon städtebaulich stark beeinträchtigt» würden. Das ist die höfliche Umschreibung, das Komitee braucht auch kräftigere Worte: Die Halle gleiche einem aufgeblasenen Wurm, sei eine Faust aufs Auge und führe «die Schutzauflagen für die privaten Eigentümer ad absurdum».

Laut Referendumskomitee haben die SVP, die Grünen und die AL ihre Unterstützung beim Unterschriftensammeln zugesagt. Diese eher ungewöhnliche Allianz war im Gemeinderat gegen den 2,3 Millionen-Kredit. Die SP war gespalten, aber auch mehrheitlich dagegen.

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